oekonews.at: Verteuern US-Frack-Probleme deutsches Erdgas? Mit den günstigen US-Erdgaspreisen (derzeit etwa 1/3 des deutschen Niveaus) könnte es bald vorbei sein. Grund für den Preissturz seit 2009 war Schiefergas.das wird mit Fracking gewonnen, eine äußerst umstrittene Methode. Die USA wurden so binnen kurzem zum Selbstversorger. Die Preise fürs Erdgas, am Pipelineknotenpunkt Henry Hub in Louisiana ermittelt, fielen und fielen. Das nutzten energieintensive Unternehmen weltweit und errichteten Standorte, vom billigen US-Gas angelockt. Doch die Ausbeute wird immer schwieriger. Die Investitionen gingen 2013 auf 3,4Miliarden US-Dollar um die Hälfte gegenüber dem Vorjahr zurück, so eine Berechnung des Beratungsunternehmens IHS Herold. Weder sind die prognostizierten Vorräte so hoch wie von den explorierenden Gesellschaften gewünscht, noch erbringt das aufwändige Verfahren bei den niedrigen Gaspreisen ausreichend Gewinn. Daran ändert auch der drastische Preisanstieg aufgrund der aktuellen Kältewelle nichts. Er liegt immer noch deutlich unter dem, was man in Deutschland gewohnt ist. Doch kann das abflauende Fracking in Nordamerika den hiesigen Gaspreis beeinflussen? Ja. Falls die USA wieder auf Importe angewiesen sind, werden ihre Hauslieferanten Katar und Algerien ihr Gas wieder per Schiff dorthin leiten. Bisher sorgten deren Angebote in Europa zumindest für stabile Gaspreise in den letzten vier Jahren. Fällt dieses (Über-)Angebot weg, dann wird günstigeres Gas in Europa knapper. Russland würde einspringen, zumal die EU in dieser Woche grünes Licht gab, dass die Ostsee-Pipeline North Stream komplett mit russischem Gas befüllt werden darf. Bisher waren 50 % der Kapazitäten für andere Teilnehmer vorgesehen. Doch die gab es nicht. Problem dabei: Russisches Erdgas ist deutlich teurer als das aus Katar oder Algerien. Zwangsläufig würde dies wieder zu einem Preisanstieg in Deutschland führen – eine Situation, die in den letzten vier Jahren unbekannt war. Quelle: Bund der Energieverbraucher

Doch die Ausbeute wird immer schwieriger. Die Investitionen gingen 2013 auf 3,4Miliarden US-Dollar um die Hälfte gegenüber dem Vorjahr zurück, so eine Berechnung des Beratungsunternehmens IHS Herold. Weder sind die prognostizierten Vorräte so hoch wie von den explorierenden Gesellschaften gewünscht, noch erbringt das aufwändige Verfahren bei den niedrigen Gaspreisen ausreichend Gewinn. Daran ändert auch der drastische Preisanstieg aufgrund der aktuellen Kältewelle nichts. Er liegt immer noch deutlich unter dem, was man in Deutschland gewohnt ist.
Doch kann das abflauende Fracking in Nordamerika den hiesigen Gaspreis beeinflussen? Ja. Falls die USA wieder auf Importe angewiesen sind, werden ihre Hauslieferanten Katar und Algerien ihr Gas wieder per Schiff dorthin leiten. Bisher sorgten deren Angebote in Europa zumindest für stabile Gaspreise in den letzten vier Jahren. Fällt dieses (Über-)Angebot weg, dann wird günstigeres Gas in Europa knapper. Russland würde einspringen, zumal die EU in dieser Woche grünes Licht gab, dass die Ostsee-Pipeline North Stream komplett mit russischem Gas befüllt werden darf. Bisher waren 50 % der Kapazitäten für andere Teilnehmer vorgesehen. Doch die gab es nicht. Problem dabei: Russisches Erdgas ist deutlich teurer als das aus Katar oder Algerien. Zwangsläufig würde dies wieder zu einem Preisanstieg in Deutschland führen – eine Situation, die in den letzten vier Jahren unbekannt war.

Quelle:
Bund der Energieverbraucher
http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1087979