NÖN: Die Angst vorm Gas

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Gesetze in Europa nicht ausreichend für Europa

Gesetze in Europa nicht ausreichend für Europa - Göttinger vermittelt falsches Bild

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greenpeace: Österreich muss Förderung von Schiefergas verbieten


 
Greenpeace: "Österreich muss Förderung von Schiefergas verbieten"
Utl.: Volksbefragung soll Entscheidung herbeiführen =

   Wien (OTS) - Im niederösterreichischen Poysdorf fand gestern die
erste Informationsveranstaltung zu den geplanten Schiefergasbohrungen
im Weinviertel statt. Die Umweltorganisation Greenpeace bezweifelt
nach wie vor, dass die OMV bei den Bohrungen ohne gefährliche
Chemikalien auskommen kann. "Schon aus Klimaschutzgründen ist es
indiskutabel, Schiefergas fördern zu wollen", kritisiert
Greenpeace-Energiesprecher Westerhof. "Es darf keine Experimente auf
Kosten unserer Umwelt und unserer Gesundheit geben. Österreich muss
die Förderung von Schiefergas verbieten."
   Greenpeace lehnt die Schiefergasbohrungen ganz klar ab, und
verlangt ein generelles Verbot. "Dieses Experiment konterkariert alle
Bemühungen um eine Umstellung der Energieversorgung auf saubere
Energien", führt Westerhof aus. "Sollte die Bundesregierung kein
Verbot beschließen, fordern wir zu den Schiefergasbohrungen eine
Volksbefragung."
Nachstehend nur einige der Argumente, die gegen eine Förderung von
Schiefergas sprechen:
   1. Das Gas wird nicht gebraucht. Ein von Greenpeace schon im Jahr
2011 vorgestelltes Energieszenario für Österreich zeigt, dass bei
einem konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien und einer
Effizienzsteigerung der Bedarf an Erdgas stark zurückgeht und die
bestehenden Vorräte vollkommen ausreichen. Weltweite Szenarien
zeichnen das gleiche Bild.
   2. Alleine die 130 Millionen Euro, die eine Probebohrung kosten
würde, reichen, um alle Häuser in den Gemeinden Poysdorf und
Herrnbaumgarten thermisch zu sanieren und mit einer
Photovoltaik-Anlage auszustatten. Dadurch würden die Häuser selbst zu
kleinen Kraftwerken, die Energie produzieren anstatt sie zu
verbrauchen.
   3. Eine weitere Belastung durch zusätzliche CO2-Emissionen ist für
unser Klima nicht mehr verkraftbar. Die zentrale Frage ist, wie die
Treibhausgasemissionen verringert werden, nicht wie neue Vorräte
fossiler Energie angezapft werden können.
   4. Die von der OMV vorgeschlagene Methode existiert bisher nur auf
dem Papier und wurde noch nie erfolgreich in der Praxis umgesetzt.
Namhafte Unternehmen aus aller Welt haben es bisher nicht geschafft,
Schiefergas ohne gefährliche Gifte zu fördern.
Rückfragehinweis:
   Greenpeace CEE
   DI Jurrien Westerhof, Energieexperte Greenpeace, Tel: 0664 612 67 01
   Melanie Beran, Pressesprecherin Greenpeace, Tel: 0664 612 67 18
  
melanie.beran@greenpeace.at
   www.greenpeace.at



http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120124_OTS0167/greenpeace-oesterreich-muss-foerderung-von-schiefergas-verbieten

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derStandard.at: Bohrende Fragen zum Fracking

der standard.at: Bohrende Fragen zum Fracking - von: ROMAN DAVID-FREIHSL

 
Die OMV will im Weinviertel im großen Stil Schiefergas abbauen, die Bürger von Poysdorf sind nur mäßig begeistert
Poysdorf - Draußen vor der Tür des Poysdorfer Kolpinghauses steht ein Container des Bundesheeres, in dem die fachgerechte Trinkwasseraufbereitung demonstriert wird. "Was? Zeigen s' uns jetzt schon, wie s' nachher das Grundwasser wieder sauber kriegen?"
Die Poysdorfer Bevölkerung, die zur Informationsveranstaltung der
OMV strömt, hat sich im Vorfeld über die möglichen Auswirkungen des Schiefergas-Abbaus ausführlich informiert. Notgedrungen - nachdem vergangenen November ruchbar wurde, war, dass die OMV im Weinviertel genau das vor hat: Schiefergas fördern im großen Stil.
Vor allem die Berichte aus den USA schrecken ab, wo im Bundesstaat Pennsylvania das "Fracking" - abgeleitet von "hydraulic fracturing" - massiv betrieben wird (der Standard berichtete). Dabei wird zunächst ein Bohrloch in die Tiefe getrieben, wo das in Gestein eingeschlossene Methan schlummert. Danach wird mit einem Chemiecocktail angereichertes Wasser mit Hochdruck hinuntergepumpt und das Gestein regelrecht aufgesprengt - und so das Erdgas freigesetzt, das anschließend nach oben strömt.
Allerdings: In den USA kommt ein Gutteil des nun auch mit Schwermetallen und radioaktiven Stoffen angereicherten Giftwassers wieder an die Oberfläche und wird in Teichen gelagert. Gelegentlich tritt die Brühe aus, und schwere Kontaminierungen sind die Folge. Auch der Dokumentarfilm
Gasland hat sich richtig ins Bewusstsein eingebrannt - vor allem jene Sequenz, in der in einem Haushalt ein Feuerzeug an einen Wasserhahn gehalten wird und das mit dem Wasser ausströmende Methan mächtig verpufft.
In Poysdorf drängen sich daher die Menschen in dem nach Joseph Kolping benannten Haus - von dem auch sinnigerweise der Satz stammt: "Die Menschen werden selten durch fremden Schaden klug." Drinnen, im überfüllten Saal, beteuern Christopher Veit und Hermann Spörker von der OMV, dass aber genau das nicht der Fall sei: "Wir haben gesehen, mit dem traditionellen Fracking kommen wir nicht weiter. Wenn es uns nicht gelingt, das Projekt anders zu gestalten, wird es auch keine Förderung geben."
Wie Marmelade einkochen
Und jetzt wird auch der wahre Grund für den Bundesheereinsatz vor dem Kolpinghaus aufgeklärt: Denn es soll eine vollkommen neue Methode zum Einsatz kommen. Das Wasser soll nicht mit Chemikalien oder Bioziden versetzt werden, sondern wie bei Kriseneinsätzen keimfrei gemacht werden. Das alles wird bildreich verständlich gemacht: Das Wasseraufbereiten sei wie daheim im Swimmingpool. Und dann werde das Wasser mit Sand und Maisstärke angereichert, um die aufgebrochenen gasführenden Schichten zu stützen - das sei im Grunde "wie Marmelade einkochen".
Bei den Poysdorfern und ihren Nachbarn kommt das nicht wirklich an. "So leicht wie Marmelade lasse ich mich als Weinviertlerin nicht einkochen", lautet die Antwort aus dem Publikum. "Je weiter solche Methoden vorangetrieben werden, desto mehr werden die alternativen Energien nach hinten geschoben."
Aber gerade Erdgas sei doch für den Übergang zur nachhaltigen Energieerzeugung "ein idealer Partner". Es werde weniger CO2 als bei Öl freigesetzt, und daher sei Schiefergas eine wunderbare "Brückenenergie", argumentieren Veit und Spörker.
Im Übrigen habe auch sie der Film mit dem brennenden Wasserhahn betroffen gemacht, beteuern die OMV-Vertreter. "Aber wir produzieren schon seit 60 Jahren Öl und Gas in dieser Region. Wir werden auch diesmal kein Gas ins Grundwasser oder in die Atmosphäre bringen."
Öl auf der Zaya
Doch das Weinviertler Gedächtnis ist ein nachhaltiges: "Und warum hat es dann Öl geregnet? Warum schwamm Öl auf der Zaya? Warum musste Erdreich von ganzen Feldern abgetragen werden, wenn noch nie etwas passiert ist?" Die Antwort vom Podium: "Entscheidend ist, wie man mit Verantwortung umgeht, auf Unfälle reagiert und alles wieder in Ordnung bringt."
Die Zweifel daran, dass nach dem Beginn der Bohrungen ab 2013 alles in Ordnung bleibt, können aber nicht ausgeräumt werden: "Mühsam haben wir einen sanften Tourismus aufgebaut. Wir haben dafür Preise gewonnen und Nächtigungszuwächse von 30 Prozent. Was ist jetzt unser nächstes Tourismuskonzept? Bungeejumping vom Bohrturm?" Und ein Landwirt, der in seinem Betrieb die Energieautarkie bereits lebt: "Es geht den Konzernen doch nur ums Abzocken. Wie lange wollen Sie noch mit dem Rücken zur Sonne nach Öl und Gas bohren?" (Roman David-Freihsl, DER STANDARD, Printausgabe, 25.1.2012)
Newalds Photoblog
Poysdorf und das Schiefergas



http://derstandard.at/1326503620598/Schiefergasfeld-in-NOe-Bohrende-Fragen-zum-Fracking

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oekonews.at: "Beruhigungspillen" von der OMV an die Bevölkerung in Poysdorf

oekonews.at: "Beruhigungspillen" von der OMV an die Bevölkerung in Poysdorf

 
Umweltschützer für sofortigen Stopp des Schiefergasprojektes

Poysdorf- Das Kolpinghaus in Poysdorf war gestern bis auf den letzten Platz gefüllt: Es fand eine Informationsveranstaltung der OMV statt, wo der Konzern sein geplantes Projekt der Schiefergasförderung erstmals der Bevölkerung präsentierte.
Die OMV erklärt, ein bisher noch nicht eingesetztes Verfahren der Montanuniversität Leoben einsetzen zu wollen, das ökologischer sei. Das Thema lässt in der Region die Wogen hochgehen. Schnell war bei der Veranstaltung klar, dass die Angst vor Grund- und Trinkwasserverseuchung, Zerstörung der Natur und die Angst vor den Folgen für den Weinviertel-Tourismus enorm groß ist. Zu Recht", fasst die stellvertretende Klubobfrau der Grünen, Helga Krismer, die ebenfalls vor Ort war, die gestrige Infoversammlung zusammen.

Grün-Kollegin Amrita Enzinger setzt nach: "Die Vertreter der OMV haben es nicht geschafft, den Menschen zu garantieren, dass keine Gefahr droht, die Natur und der Tourismus keinen Schaden erleiden. Im Gegenteil. Man versucht Gemeinden mit Goodies wie z.B. neuen Feuerwehrautos und mehr Nächtigungen durch OMV-MitarbeiterInnen zu beeindrucken. Die WeinviertlerInnen lassen sich aber nicht kaufen. Es geht um ihre Lebensqualität und um die ihrer Kinder und Enkelkinder."
so Enzinger.

Vor Ort war auch Johannes Wahlmüller von GLOBAL 2000.
Er erzählt: "Die OMV verteilt Beruhigungspillen, weigert sich aber weiterhin, eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen, die eine unabhängige, transparente Prüfung des Vorhabens möglich machen würde. Das wirft einfahc ein schales Licht auf die Argumente der OMV: Offensichtlich traut man den Angaben doch nicht so ganz."

Im vollen Saal wurden auch die Widersprüche des Projekts sichtbar: Mehrfach wurde beteuert, dass keine Gefahr für das Grundwasser bestehe. Im gleichen Zug stellte der von den Veranstaltern selbst eingeladene Risikoforscher Roman Lahodynsky von der Universität für Bodenkultur fest, dass man diese Risiken aber nie ganz ausschließen könne. Angesichts dieser Fakten fordert GLOBAL 2000 die Bundesregierung auf, ein sofortiges Moratorium für Schiefergasförderung in Österreich zu beschließen, um bereits die Probebohrungen in Poysdorf zu verhindern. Wahlmüller betont: "Das Gas liegt jetzt seit 140 Millionen Jahren im Gestein - und dort soll es auch bleiben."


Wahlmüller sieht auch erste positive Andeutungen der OMV. Geschäftsführer Christopher Veit kündigte auf mehrfache Anfrage in Poysdorf an, dass bald auch eine Erneuerbaren-Strategie auf Basis von Geothermie präsentiert werden soll: "Diese Strategie wollen wir aber schon heute. Die Region rund um Mistelbach hat eines der größten Geothermiepotenziale in Österreich - fast 20.000 Haushalte in der Region könnten so mit Wärme versorgt werden. Anstatt neue, risikoreiche Technologien zur Gasförderung zu entwickeln, muss die OMV endlich erkennen, dass der fossile Zug längst abgefahren ist. Erneuerbare Energien sind die einzige Alternative", betont Wahlmüller.

Die Kosten für die Schiefergasförderung, samt Pipelines u.a. würden bei rund 130 Mio. Euro liegen. Dieses Geld sollte sinnvollerweise in Erneuerbare Energien investiert werden, so meinten auch einige Bürger.

Die Grünen werden kommenden Donnerstag im NÖ Landtag erneut einen Antrag stellen, um die Bohrungen zu verhindern. Resolutionsanträge für Gemeinden im Waldviertel sind vorbreitet und sollen das "Nein" zu den Bohrungen nach Schiefergas untermauern. Der Petitionsausschuss des Parlaments soll sich ebenfalls mit dem Thema befassen.



http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1067235

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Wienerzeitung.at: Umweltschützer machen mobil gegen Schiefergas

Wiener Zeitung: Umweltschützer machen mobil gegen Schiefergas

 
Poysdorf. Die geplanten Schiefergas-Bohrungen im Weinviertel stoßen auch nach der ersten Informationsveranstaltung der OMV vom Montag auf heftigen Widerstand bei Umweltschützern. "Global 2000" und die niederösterreichischen Grünen sprachen am Dienstag in Aussendungen von "Beruhigungspillen" des Unternehmens und von "Öko-Märchen". Man lehne das Vorhaben weiter strikt ab, wurde betont.

Es sei nicht gelungen, den Menschen zu garantieren, dass die Bohrungen ungefährlich für die Umwelt seien. "Global 2000" stößt sich vor allem daran, dass die OMV keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen will. Das "Pilotprojekt" für die Probebohrungen sei aber noch nicht bei den Behörden eingereicht, was die Grünen als Chance sahen. "Fakt ist nämlich: Es gibt keine Ökomethode, das Schiefergas zu fördern", meinte die stellvertretende Klubobfrau Helga Krismer. Man werde daher in der Landtagssitzung am Donnerstag erneut einen Antrag stellen, um die Bohrungen zu verhindern.
Die OMV plant, ab Sommer 2013 zwei Probebohrungen bei Herrnbaumgarten und beim benachbarten Poysdorf bis in etwa 6000 Meter Tiefe durchzuführen. Bis Anfang 2015 soll die technische Machbarkeit klar sein, dann will man bis 2018/19 die Wirtschaftlichkeit prüfen.
 


http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/panorama/chronik/430329_Umweltschuetzer-machen-mobil-gegen-Schiefergas.html Mehr...lesen

Wein4tlerin: Aktion Schiefergas im Bezirk Poysdorf

Wein4tlerin: Aktion Schiefergas im Bezirk Poysdorf

 
Die Diskussionen rund um die Windkraft im Weinviertel werden zurzeit von einem neuen Energiethema überlagert. Denn kurz vor Jahresende 2011 wurde bekannt, dass die OMV im Bezirk Poysdorf plant, Schiefergas zu fördern. ‘Fracking’, die eingesetzte Abbaumethode, ist allerdings höchst umstritten, da das Gas dabei mittels Chemikalien aus dem Gestein gelöst wird. Eine nicht unbeträchtliche Umweltbelastung ist hier zu befürchten, denn ’Hydraulic Facturing’, kurz ’Fracking’ – in Frankreich bereits verboten – zeigte etwa in den USA extreme Grundwasserverschmutzung, auch in Deutschland haben sich im vergangenen Jahr zahlreiche Bürgerinitiativen gegen diese Form der Gasförderung gebildet.
Brennendes Wasser Spiegel TV berichtete in einem Beitrag über die massiv umweltschädlichen Auswirkungen von US-Gasförderung. Die Umweltorganisationen Greenpeace und Global 2000 intervenieren bereits massiv gegen das milliardenschwere Geschäft der Energiekonzerne Fracking-Förderung, denn bei den Bohrungen kommt es – laut Greenpeace – immer wieder zur Verseuchung von Grund- und Trinkwasser mit Chemikalien, Schwermetallen oder Methan.
“Clean Fracking” In ORF NÖ heutespricht OMV-Geschäftsführer Christopher Veit, von einer Fracking-Methode ohne Zusatz umweltschädlicher Chemikalien. Gerhard Thonhauser, Tiefbohr-Experte an der Montanuniversität Leoben, erklärte gegenüber dem Kurier, dass bis 2013 eine Methode entwickelt wird, “… die jede Gefahr für Mensch und Umwelt ausschließt”. Doch das so genannte “Clean Fracking” ist gar nicht so neu: Halliburton, US-Leader rund um Hydraulic Fracturing, spricht bereits seit 2009 von einem solchen Verfahren, das allerdings wegen seiner Unwirtschaftlichkeit und den extrem hohen Kosten bislang kaum zum Einsatz kommt.
Arbeitsplätze und Wirtschaftskick Laut ORF NÖ-Interview mit Herrnbaumgartens Bürgermeister Christian Frank scheint die Angelegenheit von seiner Seite bereits fixiert zu sein, wenn er darüber Auskunft gibt, dass “… es einen Vertrag geben wird mit der Servicefirma” in dem der Einsatz von umweltschädlichen Chemikalien ausgeschlossen wird.” Der bürgermeisterliche Blick gilt hier wohl vor allem der kleinen Weinviertler Gemeinde, die sich durch eine große OMV-Aktion wohl einen Wirtschaftsaufschwung a la Matzen erwartet, der aus wirtschaftlicher Sicht nur allzu verständlich ist. Doch bleibt die Frage: Ist Aufschwung um jeden Preis legitim?
Weinviertel statt Gasviertel Es ist eine Frau, die sich in diesem Zusammenhang für das Weinviertel stark macht: Die Fotografin Helene Waldner hat die Bürgerinitiative “Schiefes Gas” gegründet und setzt auf Aufklärung. Ihr Ziel ist das gesetzliche Verbote zum Einsatz von Fracking im Weinviertel. “Hinter verschlossenen Türen wurde entschieden, eine bislang noch nie erprobte „ökologische“ Art des Frackings flächendeckend – angeblich alle 4 km (!) – auszuprobieren. Beträchtliche Risiken für Grundwasser und Gesundheit, das Mitfördern womöglich gefährlicher oder radioaktiver Stoffe, erhöhte Erdbebengefahr die Verschwendung von Ressourcen (Millionen Liter Wasser pro Bohrung) sowie die nachhaltige Zerstörung der Landschaft durch großflächiges Zubetonieren von Grünland für Bohrfelder, ca. 60m hohe Bohrtürme, Zufahrtstraßen, kilometerlange Pipelines, LKW-Verkehr, Lärm, Feinstaub… bleiben trotz angeblich „sauberer“ Bohrtechnik allemal aufrecht. Es darf nicht sein, dass wir als Versuchskaninchen mit dem Verlust unserer Lebensqualität für das Profitstreben anderer herhalten! Zumal die negativen Auswirkungen auf den sanften Tourismus, auf die Bodenqualität für Landwirtschaft und Weinbau und das Weinmarketing nicht absehbar sind”, so liest man auf der Internetplattform der Bürgerinitiative www.weinviertelstattgasviertel.at, die gleichzeitig auch zur Unterschriftenaktion aufruft.
Für den 23. Jänner ist eine Informationsveranstaltung der OMV zur geplanten Shale Gas-Förderung
(shale, engl. Schiefer) anberaumt, in der sich die Zuständigen mit den Sorgen und Argumenten der Weinviertlerinnen und Weinviertler auseinander setzen wollen. Zum Schiefergas-Talk werden aber auch unabhängige Experten erwartet, die objektives Licht in die Shale-Affair bringen werden. Man darf gespannt sein, auch darüber, wie gut sich das erhöhte Verkehrsaufkommen in Poysdorf rund um die für 2013 geplante Landesausstellung mit den zahlreichen LKWs der OMV vertragen würden …
Wir werden in der nächsten
Wein4tlerin ab 1. März ausführlich über das Thema berichten und bringen dazu unter anderem auch ein Interview mit Poysdorfs Bürgermeisterin Gertrude Riegelhofer.
 

Freitag, 20. Jänner 2012

Aktion Schiefergas im Bezirk Poysdorf
http://www.w4media.at/wein4/?p=236 Mehr...lesen

Greenpeace: Bulgarine verbietet Schiefergasförderung

Greenpeace: Bulgarien verbietet Schiefergasförderung

 

Nach Frankreich jetzt zweiter Staat mit Verbot - Österreich muss nachziehen =

   Wien (OTS) - Die Umweltorganisation Greenpeace begrüßt die
Entscheidung des bulgarischen Parlaments, die Förderung von
Schiefergas zu verbieten. Auslöser für das Verbot ist der große
Widerstand in der Bevölkerung gegen die Pläne von Chevron, im
Nordosten Bulgariens nach Schiefergas zu bohren. Vor allem die Angst
um die größte Trinkwasserreserve Südosteuropas führte zu den
anhaltenden Protesten. Chevrons Pläne wurden zu einem großen Thema im
bulgarischen Wahlkampf, was gestern zum Beschluss eines Verbots für
Schiefergasförderung führte.
   Das Problem bei der Förderung von Schiefergas ist, dass große
Mengen Wasser und Chemikalien gebraucht werden und die Gefahr der
Verschmutzung von Boden und Wasser sehr groß ist. Die in den USA
gemachten Erfahrungen führten weltweit zu Protesten. Nach Frankreich
ist Bulgarien schon der zweite Staat, der die Förderung von
Schiefergas gänzlich untersagt. In Großbritannien, den Niederlanden,
in Nordrhein-Westfalen und in Teilen der Schweiz besteht ein
Moratorium.
   In Österreich will die OMV nun im nördlichen Weinviertel nach
Schiefergas bohren. Auch hier ist der Widerstand groß und Greenpeace
fordert ein Verbot für die Schiefergasförderung, womit auch die
bestehenden Pläne gestoppt würden. "Experimente auf Kosten unserer
Umwelt und unserer Gesundheit sind indiskutabel", kritisiert
Greenpeace-Energiesprecher Jurrien Westerhof. "Österreich muss dem
bulgarischen Beispiel folgen und die Förderung von Schiefergas
verbieten."
Rückfragehinweis:
   Greenpeace CEE
   DI Jurrien Westerhof, Energieexperte Greenpeace, Tel: 0664 612 67 01
   Melanie Beran, Pressesprecherin Greenpeace, Tel: 0664 612 67 18
  
melanie.beran@greenpeace.at
   www.greenpeace.at


Donnerstag, 19. Jänner 2012

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120119_OTS0061/greenpeace-bulgarien-verbietet-schiefergasfoerderung

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Business Kurier

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NÖN: Das Ende des Tourismus?

NÖN: Das Ende des Tourismus?


 
Das touristische Weinviertel jubelt über ein Nächtigungsplus von 7,8 Prozent, bei der Ferienmesse verkauften die Touristiker das Weinviertel als heile Welt mit Hang zur genussvollen Gelassenheit.
Durchaus nicht gelassen sehen die Gegner des geplanten Schiefergas-Abbaues inmitten der Weingärten die Pläne der OMV. Sie befürchten eine Industrialisierung der Landschaft durch die Bohrtürme, einen massiven Eingriff in das Aussehen des Weinviertels und zu guter Letzt einen Imageschaden bis hin zur Abwertung des Weinviertler Weines. Wer will schon „Fracking-Wein“ trinken? fragen die Gegner polemisch.

Abgesehen von allen fachlichen Fragen rund um eine saubere Gewinnung des im Schiefer in 6000 Meter Tiefe gebundenen Erdgases: Kommt die Förderung des Gases im Weinland des Weinviertels, dann muss sich zumindest das Marketing des Weinviertel Tourismus ändern. Denn mit einer genussvollen Gelassenheit in unverbrauchter Natur ist es dann aus.
Ob das aber auch das Ende des Tourismus ist, ist fraglich. Unverbraucht ist die Landschaft dann aber nicht mehr.

 


http://www.noen.at/lokales/noe-uebersicht/mistelbach/kommentar/Das-Ende-des-Tourismus;art5337,365818

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Bulgarien stoppt Fracking

In Bulgarien wurde nach massiven Protesten der Bevölkerung Fracking landesweit diese Woche gestoppt

 
Bulgaria's ruling party has agreed to support a temporary moratorium on shale gas exploration and development.
The statement was made by Valentin Nikolov, deputy head of the center-right party GERB, during Monday's meeting of the Parliamentary Energy Committee.
Nikolov stated that the moratorium would be in place until the Ministry of Economy, Energy, and Tourism and the Ministry of Environment and Waters, prepared appropriate legislative amendments safeguarding the environment which would be adopted by Parliament.
The decision by the government follows protests focusing on the process of hydraulic fracturing which took place in several cities during the past weekend.
A proposal on the temporary moratorium is expected to be proposed to Parliament on Wednesday.

Montag, 16. Jänner 2012

http://www.naturalgaseurope.com/bulgaria-temporary-shale-gas-moratorium
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derStandard.at: Kyoto Ziel in weiter Ferne

erStandard.at: UMWELTPOLITIK
CO2-Emissionen: Kyoto-Ziel in weiter Ferne

 
  • 1"Das Kyoto-Ziel ist sehr schwierig zu erreichen", so Umweltminister Niki Berlakovich.

  • 2Nach fallender Tendenz in den vergangenen Jahren zeigt die österreichische CO2-Kurve wieder nach oben.

Zielverfehlung kostet bis zu einer Milliarde Euro - Industrie und Verkehr als große Sorgenkinder von Berlakovich - Kritik von FPÖ und Grünen

weiterlesen unter: http://derstandard.at/1326502842617/Umweltpolitik-CO2-Emissionen-Kyoto-Ziel-in-weiter-Ferne


Montag, 16. Jänner 2012

http://derstandard.at/1326502842617/Umweltpolitik-CO2-Emissionen-Kyoto-Ziel-in-weiter-Ferne

derStandard.at: OMV verkauf Öl-Beteiligung

NEUER NABUCCO-INTERESSENT
OMV verkauft Öl-Beteiligung


 
Wien - Die OMV will ihr Raffinerie-Geschäft verkleinern und deshalb ihren 45-Prozent-Anteil am Raffinerieverbund Bayernoil verkaufen. Mit der Planung und Umsetzung des Verkaufs habe man nun die Deutsche Bank beauftragt, teilte die OMV am Freitag mit. Die jährliche Raffineriekapazität der OMV würde dadurch um 4,6 auf 17,7 Mio. Tonnen sinken.
mehr dazu unter:

http://derstandard.at/1326249151440/Neuer-Nabucco-Interessent-OMV-verkauft-Oel-Beteiligung

 

Freitag, 13. Jänner 2012


http://derstandard.at/1326249151440/Neuer-Nabucco-Interessent-OMV-verkauft-Oel-Beteiligung

noe.orf.at: Schiefergas entzweit Ministerien

Der Streit über die geplanten Schiefergasbohrungen der OMV im Weinviertel wird jetzt auf höchster politischer Ebene ausgetragen. Der Wirtschafts- und der Umweltminister haben sich zu Wort gemeldet, es gibt unterschiedliche Ansichten.
Umweltschützer haben bereits Alarm geschlagen und ein Verbot gefordert, weil die Schiefergasbohrungen im Weinviertel für Gesundheit und Umwelt eine Gefahr darstellen. Es sollen dabei laut Umweltschützern giftige Chemikalien verwendet werden.
Die OMV hingegen beruhigt, dass die Probebohrungen, die Ende des Jahres stattfinden sollen, nur gemacht werden, wenn die Umweltverträglichkeit gegeben ist. Im „Report“ wurden beide Minister noch einmal zur Thematik befragt.
foto.5031826

APA/Robert Jaeger

Bei den Schiefergasbohrungen sind die zwei Minister nicht ganz einer Meinung
Klares Nein von Berlakovich
Das begehrte Gut liegt in den Gemeinden Herrenbaumgarten und Poysdorf, 5.000 Meter unterhalb der Erdoberfläche. Laut Kritikern ist Schiefergas eine „dreckige fossile Energiequelle“. Für Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) kommt eine Förderung nicht infrage.
„Ganz klar ist, dass mit dem derzeitigen Abbauverfahren undenkbar ist, dass Schiefergas abgebaut wird, weil es eben das Wasser verseucht. Das Grundwasser würde verseucht werden, unser wichtigstes Gut. Auch der Boden würde durch gefährliche Chemikalien verseucht werden. Wir wollen die Menschen schützen, deshalb gibt es ganz klar ein Nein zu dieser Methode“, sagte Berlakovich.
Mitterlehner: „Nicht verbieten“
Anderer Ansicht ist Berlakovichs Parteikollege Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP). „Ich würde es jetzt einmal nicht verbieten, sondern den Stand der Technik anschauen, und dann kann man immer noch zu dieser Entscheidung kommen. Ich finde, nachdem wir gerade im Bergbaubereich relativ ausgewiesen sind von der Kompetenz und den Erfahrungswerten her, sollten wir das einmal prüfen“, sagte Mitterlehner.
Immerhin würden die Schiefergasreserven den gesamten heimischen Bedarf an Erdgas für 30 Jahre abdecken. Das prognostizieren Experten. Die Diskussion über Schiefergasbohrungen entzweit offensichtlich also nicht nur die OMV, Umweltschützer und viele Anrainer, sondern auch zwei Ministerien.
Links:

 

Mittwoch, 11. Jänner 2012

http://noe.orf.at/news/stories/2516450/

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Oekonews.at: Schiefergas im Weinviertel: Keine Experimente

Schiefergas im Weinviertel: Keine Experimente
Klares "Nein" zu Bohrungen ist sinnvoll

 
Die OMV will Schiefergas im Weinviertel fördern und 130 Mio. Euro in die "Erkundung" der Vorkommen investieren. Gefördert werden soll auf "umweltfreundliche Art". Wie das gehen soll, ist fraglich. Denn bisher war dazu nur Fracking Methoden bekannt. Eine extremst umweltschädliche Fördermethode, die Trinkwasser und Menschen gefährdet, ist dazu notwendig. Millionen Liter Wasser, teilweise mit giftigen Chemikalien versetzt, werden dazu in die Erde gepumpt. Ein Grund, warum Fracking beispielsweise in Frankreich bereits verboten wurde. Nicht nur Umwelt-NGOs wie Greenpeace und Global 2000 sprechen sich gegen die Bohrungen aus.

In der Sendung "Report" im ORF wurden Umwelt- und Wirtschaftsminister zu dem Thema befragt. Umweltminister Berlakovich hat sich klar gegen die Förderung von Schiefergas ausgesprochen. während Wirtschaftsminister Mitterlehner sich erst mal den "Stand der Technik anschauen" und erst dann entscheiden will.

Verwundert über die OMV in der Causa Schiefergas zeigt sich der NÖ. VP-LAbg. Manfred Schulz: "Zu viele Fragen sind ungeklärt und die Fakten gehören auf den Tisch. Ich bezweifle, dass es Verfahren gibt, die ökologisch sicher sind. Wir wollen keine Experimente mit unserer Natur und Umwelt. Niederösterreich setzt in den nächsten Jahren voll auf den Ausbau der erneuerbaren Energie, hier sind wir bereits bestens aufgestellt".

Die Grüne Klubobfrau der Grünen Niederösterreich, Madeleine Petrovic, zeigt sich erfreut darüber, dass VP-Umweltminister Berlakovich den geplanten Bohrungen nach Schiefergas im Weinviertel durch die OMV eine Abfuhr erteilt. Für Petrovic ist klar: "Umwelt und die Lebensqualität für die Menschen der Region gehen vor. Profitgier darf kein Argument dafür sein, bedenkliche Methoden zur Förderung von Schiefergas einzusetzen, die Umwelt, Mensch und Tier gefährden", so die Grüne Klubobfrau. Abschließend warnt Petrovic davor, den Aussagen des VP-Wirtschaftsministers Mitterlehner Glauben zu schenken: "Fördert die OMV Schiefergas ist es sehr unwahrscheinlich, dass dieses Gas zur österreichischen Energieversorgung genutzt wird. Ein international großer Konzern wie die OMV will Gewinne erzielen - vor allem dann, wenn Millionen für die Gasgewinnung investiert werden. Das Schiefergas wird es also für niemanden gratis geben. Am meisten bezahlen wird dafür das Weinviertel", so Petrovic.

Mittwoch, 11. Jänner 2012

http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1066792 Mehr...lesen