Global 2000: Schiefergas so klimaschädlich wie Kohle

 
GLOBAL 2000: Schiefergas so klimaschädlich wie Kohle
Utl.: Neue Studien zeigen, dass Schiefergas eine schlechte Klimabilanz hat.

   Wien (OTS) - Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL
2000 wendet sich weiter gegen den Abbau von Schiefergas im
Weinviertel. Eine aktuelle Studie der Cornell University in den USA
zeigt, dass beim Schiefergasabbau gewaltige Mengen Methan frei
werden, die die Klimabilanz beträchtlich verschlechtern:
Berücksichtigt man die Emissionen beim Abbau, dann ist Schiefergas
ähnlich klimaschädlich wie Kohle und um 50 Prozent schädlicher als
Öl. "Aus Klimaschutzgründen ist der Schiefergasabbau im Weinviertel
nicht vertretbar", sagt Johannes Wahlmüller, Klima- und
Energieexperte von GLOBAL 2000.
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diepresse.com: Kritik an OMV: „Schiefergas-Erschließung ist ein Hype“

Kritik an OMV: "Schiefergas-Erschließung ist ein Hype"
28.02.2012 | 14:22 |   (DiePresse.com)
Die Alternativenergie-Anbieter fordern ein Verbot. Dass Österreich von Gasimporten unabhängig werde, sei eine Milchmädchenrechnung.
Umweltschützer und Alternativenergie-Anbieter verstärken ihre Kampagne gegen die geplante Erschließung von Schiefergas-Vorkommen in Österreich und haben nun in einem offenen Brief an die Regierung ein generelles Verbot der Schiefergasförderung in Österreich gefordert. Namentlich das Schiefergasprojekt der OMV im Weinviertel müsse sofort gestoppt werden, fordern der Umweltdachverband, der Biomasse-Verband, IG Windkraft, Photovoltaic Austria, Austria Solar und Kleinwasserkraft Österreich. Mehr...lesen

Schiefergasförderung ineffizient und gefährlich

 
Schiefergasförderung ineffizient und gefährlich
Alternativenergie-Anbieter fordern Verbot der Fracturing-Methode
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Werner Zittel: "Wirtschaftlichkeit zu hinterfragen" (Foto: biomasseverband.at)


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top agrar Österreich: OMV Erdgasprojekt: Widerstand im Weinviertel

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Bezirksblatt: Die OMV hat ihren guten Ruf verspielt

 
Die OMV hat ihren guten Ruf verspielt‘


Seit 60 Jahren und bis zum Sommer 2011 wurde im Weinviertel Fracking betrieben, gab die OMV nun zu. ¶Für einen österreichweiten Wirbel sorgte unser Exklusivbericht der Vorwoche, wonach die OMV regelmäßig und heimlich Fracking betrieben hatte. „Daran war nichts geheim“, meinte ein Insider nach dem Bericht gegenüber den Bezirksblättern. Doch fragt man die Bürgermeis­ter in den Erdölgemeinden des Weinviertels, erhält man meist die Antwort: „Wir hatten keine Ahnung.“ Lediglich der Herrnbaumgartner Gemeindechef Chris­tian Frank gab in der Vorwoche an, vom Fracking im Weinviertel schon gewusst zu haben. Allerdings nicht, weil er von der OMV freiwillig informiert worden sei, sondern weil er selbst diese Frage nach umfangreichen Internet-Recherchen gestellt hatte. Von einem transparenten Umgang mit Fracking kann also keine Rede sein. Frank meint sogar, dass die OMV nach den jüngsten Veröffentlichungen weiteres Vertrauen verspielt habe: „In Herrnbaumgarten gibt es derzeit eine breite Mehrheit gegen das Schiefergasprojekt. Daher bin ich froh, dass sich das Land nun für eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) starkmacht. Das stärkt uns betroffenen Bürgermeistern sehr den Rücken.“ Denn in der Landtagssitzung am vergangenen Donnerstag wurde von der ÖVP, der FPÖ und zum Teil von den Grünen beschlossen, in Niederöster­reich keine Schiefergasbohrungen ohne UVP zuzulassen. Die SPÖ will die Probebohrungen der OMV ohne Prüfung zulassen. „Auch das sogenannte ,saubere‘ Fracking muss von unabhängigen Experten überprüft werden, um die Bevölkerung mit objektiven Informationen versorgen zu können“, fordert Landtagsabgeordneter Kurt Hackl (VP), der als einziger Landespolitiker im Bezirk von Anfang an klar zur Gesamtproblematik skeptisch Stellung bezogen hatte. Erschüttert ist das Vertrauen auch bei Poysdorfs Bürgermeis­terin Gertrude Riegelhofer: „Es wurde zwar bei einer Diskussion über Fracking gesprochen, aber dass es sich um die schmutzige Variante gehandelt hat, war nicht klar. Für mich sind nun noch mehr Fragen offen.“ Daher ist auch Poysdorf für eine UVP. Und selbst wenn diese für die OMV positiv ausgehen sollte, bleiben immer noch Fragen zu den Auswirkungen auf die Landschaft, den Wein und den Tourismus. Der Schmäh mit dem TÜV „Dass die OMV sagt, sie werde vom TÜV Austria geprüft, ist kein Ersatz für die UVP“, sagt Riegelhofer. Das meint auch Hermann Zeilinger, Auditor beim TÜV: „Wenn eine Prüfung negativ ausgeht, dürfen wir sie von uns aus nicht veröffentlichen.“ „Dann wissen wir ja, was drin steht, wenn die OMV diese Überprüfung nicht vorlegt“, zieht Riegelhofer ihre Schlüsse. Ewald Schingerling



http://regionaut.meinbezirk.at/mistelbach/wirtschaft/die-omv-hat-ihren-guten-ruf-verspielt-d141341.htm

Bezirksblatt: Fracking-Bericht beschäftigt Landtag

Bezirksblatt_29022012

Bezirksblatt: Wir haben nur ein bisserl gefrackt

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presseaussendung: Landesrat Erich Schwärzler: Nein zur Schiefergasförderung

 
Landesrat Erich Schwärzler: Nein zur Schiefergasförderung
Utl.: Vorarlberg will Thema wegen Umweltrisiken in Bodenseegremien diskutieren

   Bregenz (OTS/VLK) - In der Diskussion um die geplante
Schiefergasgewinnung im benachbarten Bodenseeraum lehnt Landesrat
Erich Schwärzler die Nutzung dieser Ressource aus Sicht des Klima-
und Umweltschutzes ab. Schwärzler verlangt, dass die Frage in der
Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) und in der Internationalen
Gewässerschutzkommission Bodensee (IGKB) auf die Tagesordnung kommt,
"um eine klare länderübergreifende Position im Interesse des Umwelt-
und Gewässerschutzes zu erzielen".
   Die Methoden der Förderung von Schiefergas, das bis zu 7.000 Meter
tief im Erdreich verborgen ist, sind in Fachkreisen sehr umstritten.
Das hat in einzelnen europäischen Ländern wie Frankreich und
Bulgarien bereits zu einem Verbot geführt. "Neben den enormen Umwelt-
und Gesundheitsrisiken sind Investitionen in die Erschließung der
Schiefergasvorkommen ein Rückschritt auf dem Weg zur Energiezukunft,
denn sie binden uns auf weitere Jahrzehnte an fossile Rohstoffe",
gibt Landesrat Erich Schwärzler zu bedenken.
   Er verweist einmal mehr auf die klare energiepolitische
Weichenstellung, die das Land Vorarlberg mit der im Landtag
einstimmig getroffenen Entscheidung zur Energieautonomie bis 2050 und
den 101 enkeltauglichen Maßnahmen "Schritt für Schritt in die
Energiezukunft Vorarlberg" vorgenommen hat.
Rückfragehinweis:
~
   Landespressestelle Vorarlberg
   Tel.: 05574/511-20137, Fax: 05574/511-920196
  
presse@vorarlberg.at
   http://www.vorarlberg.at/presse



http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120229_OTS0263/landesrat-erich-schwaerzler-nein-zur-schiefergasfoerderung

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OTS: Schiefergas: Grüne Anfrage zum angeblichen "Fracking" im Weinviertel

Utl.: Krismer: Missbraucht OMV Weinviertler Boden ohne Wissen der Bevölkerung? Und: Weiß die Landesregierung Bescheid?

   St. Pölten (OTS) - Bei den Infoveranstaltungen im Weinviertel
übten sich die Vertreter der OMV bisher immer im Beschwichtigen. "Die
OMV behauptete immer, dass sie keine Methoden anwenden wollen, die
Natur, Mensch und Tier beeinträchtigen. Jetzt müssen wir aus Medien
erfahren, dass die OMV seit über 20 Jahren Fracking betreibt. Was
denn nun", fragt sich die Grüne Umwelt- und Energiesprecherin Helga
Krismer.
Die Grüne schenkt den Märchen der OMV keinen Glauben und will daher
mittels parlamentarischer Anfrage an VP-Landesrat Pernkopf genau
wissen, wo, wann und wie im Weinviertel gebohrt wurde und wie viel
die NÖ Landesregierung davon wusste.
"Wenn der Boden der WeinviertlerInnen - ohne das Wissen der
betroffenen Bevölkerung - nachweislich missbraucht und beeinträchtigt
wurde und die NÖ Landesregierung darüber informiert war, haben wir
einen handfesten Skandal. Eine allfällige Ausbeutung von Mensch und
Natur wird Folgen haben", warnt die Grüne Abgeordneten Helga Krismer.
Die Anfrage von Helga Krismer an Landesrat Pernkopf ist unter
http://www.landtag-noe.at/service/politik/landtag/lvxvii/11/1128/1128
.htm
abrufbar



http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120227_OTS0051/schiefergas-gruene-anfrage-zum-angeblichen-fracking-im-weinviertel

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derstandard.at: Schiefergas-Gegner wollen Verbot von Förderung

 
FRACKING IN ÖSTERREICH
Schiefergas-Gegner wollen Verbot von Förderung
28. Februar 2012 14:11
  • 1
    1330392157103 Foto: core laboratories

  • Schieferquerschnitt.


Während Umweltschützer Gesundheitsrisiken sehen, stellt ein Physiker die ökonomische Sinnhaftigkeit in Abrede
Wien - Umweltschützer und Alternativenergie-Anbieter verstärken ihre Kampagne gegen die geplante Erschließung von Schiefergas-Vorkommen in Österreich und haben nun in einem offenen Brief an die Regierung ein generelles Verbot der Schiefergasförderung in Österreich gefordert. Namentlich das Schiefergasprojekt der OMV im Weinviertel müsse sofort gestoppt werden, fordern der Umweltdachverband, der Biomasse-Verband, IG Windkraft, Photovoltaic Austria, Austria Solar und Kleinwasserkraft Österreich. Die Kernargumente der Schiefergas-Gegner: Die Förderung von Schiefergas sei zu teuer, würde den Umstieg auf umweltfreundliche Energiequellen verzögern und habe negative Folgen für Umwelt und Gesundheit der Menschen - angefangen von Wasserverschmutzung über Erdbeben, Nasenbluten und Krebs.
Für den deutschen Physiker Werner Zittel vom Ludwig-Bölkow-Institut ist das stärkste Argument gegen die Schiefergasförderung, dass sie "im günstigsten Fall für einige Jahre etwa zehn Prozent" zur Erdgasversorgung Österreichs beitragen könnte. Die Darstellung, dass mit den geschätzten Schiefergasvorkommen im Weinviertel Österreich für etwa 30 Jahre von Gasimporten unabhängig wäre, "ist eine Milchmädchenrechnung", sagte Zittel am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Denn nur ein sehr kleiner Teil des vorhandenen Gases könne tatsächlich gefördert werden.
"Akt der Verzweiflung"
Grundsätzlich sei das geförderte Gas das gleiche wie bei konventioneller Förderung, nur die Methode ("Hydraulic Dracturing", "Fracking") sei eine andere, erklärte Zittel. Ein wesentlicher Unterschied sei auch, dass die Ausbeute viel geringer sei als bei konventionellen Gasvorkommen: Die Förderrate gehe um fünf bis sechs Prozent pro Monat zurück, im ersten Jahr bereits um 80 Prozent. "Damit sind Sie in der Zwickmühle: Wenn sie die Gasförderung ausweiten wollen, dann müssen Sie sehr, sehr schnell immer neue Bohrungen setzen." Was die Gasfirmen mit der Schiefergasförderung täten, sei "ein Akt der Verzweiflung", so Zittel. Ein möglicher Grund sei, dass die Firmen durch übertriebene Angaben der förderbaren Gasvorkommen die Bewertung ihrer Assets in die Höhe treiben wollten, mutmaßt der Physiker. "Ich denke, die Schiefergas-Erschließung ist ein Hype." Er habe etwa 2005 begonnen und werde noch ein paar Jahre andauern, "aber der Beitrag zur Energieversorgung wird relativ bescheiden bleiben".
Das von der OMV in Aussicht gestellte "Clean Fracking" sieht der Experte skeptisch. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das alles mit biologisch abbaubaren Materialien machen kann." Und selbst wenn man die Fließeigenschaften des Wasser mit Maisstärke statt mit giftigen Chemikalien verändere, bleibe dennoch ein sehr hoher Wasserverbrauch und eine Verunreinigung dieses Wassers u.a. mit Schwermetallen und Radioaktivität aus den angebohrten Gesteinsschichten selbst.
US-Lokalpolitiker warnt vor Gesundheitsrisiken
Für den texanischen Lokalpolitiker und Umweltschützer Calvin Tillman, ehemals Bürgermeister der Kleinstadt Dish, sind die Umweltschäden nicht nur ein Risiko, sondern bereits Gewissheit. Das nächtliche Nasenbluten seiner Kinder sei darauf zurückzuführen gewesen, laut einer Bürgerbefragung wahrscheinlich auch Kopfschmerzen, womöglich auch Krebs und Leukämie. Auch verursache das Fracking, also das hydraulische Aufbrechen dichter Gesteinsschichten, Erdbeben, warnte Tillman. Der Physiker Zittel gibt die Stärke dieser Erdbeben mit 1 bis 3 an. Solche Erdbeben - weltweit ereignen sich täglich etwa 9.000 davon - sind in der Regel nicht spürbar.
Für bulgarische Umweltaktivisten waren die beschriebenen Risiken gravierend genug für eine großangelegte Protestaktion mit zahlreichen Demonstrationen und Unterschriftenaktionen, die schließlich auch Erfolg hatten. Nach einer sechsmonatigen Anti-Schiefergas-Kampagne sei in Bulgarien die "Hydraulic-Fracturing"-Methode im Jänner verboten worden, berichtete Borislav Sandov von der "Climate Action Coalition Bulgaria". Die drohende Versuchung eines für den gesamten Balkan wichtigen Grundwasserbeckens sei damit abgewendet worden.
Die OMV plant bis 2013 zwei Erkundungsbohrungen bei Poysdorf. Man werde dies Schiefergasvorkommen aber nur dann erschließen, wenn eine umweltverträgliche Förderung gewährleistet sei, versicherte das Unternehmen mehrmals. (APA)
 



http://derstandard.at/1330389842148/Fracking-in-Oesterreich-Schiefergas-Gegner-wollen-Verbot-von-Foerderung

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Österreichische Akademie der Wissenschaften


http://www.oeaw.ac.at/home/thema/thema_201202_4.html

kurier.at: Energie: Modell Güssing für den Rest der Welt


Energie: Modell Güssing für den Rest der Welt
Initiator Reinhard Koch möchte nicht nur die Region energieautark machen, sondern Güssinger Innovation weltweit vermarkten.
LETZTES UPDATE AM 28.02.2012, 09:25

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Reinhard Koch: Von Ruhestand kann derzeit keine Rede sein
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enn man an einem Tag zwei Einladungen bekommt, einmal von der Weltbank, und einmal von der chinesischen Regierung, Vorträge zu halten, dann muss man wohl was zu sagen haben. Genau das ist Reinhard Koch, Motor und Seele des Modells Güssing, widerfahren. Und genau dieses Modell sollte der dort präsentieren.
Koch ist ein Getriebener in Sachen Erneuerbare Energie. Mit einer außergewöhnlichen Hartnäckigkeit setzt er seine Ideen in Machbares um. Nun zieht der 1960 Geborene eine Zäsur in seinem Leben. "Ich trenne mich weitgehend von der Fernwärme Güssing. Nach 20 Jahren sollen das andere machen und ich habe mehr Zeit mich um neue Projekte zu kümmern", sagt der Mann, der mit einem Schmunzeln als seinen Hauptberuf Basketball-Manager der Güssing Knights angibt.
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Schwerpunkte
Zwei Schwerpunkte sind es, um die er sich jetzt verstärkt kümmern will. Den Ausbau des Ökoenergielandes zu einer energieautarken Region und die weltweite Vermarktung der in den letzten Jahrzehnten in Güssing entwickelten Innovationen auf diesem Bereich.
Denn nicht erst seit dem Besuch von Arnold Schwarzenegger ist Güssing weltweit in aller Munde. Das Know How der Südburgenländer aus allen kohlenstoffhaltigen Produkten Energie, wie Wärme, Gas oder Treibstoff, zu gewinnen, erweckt weltweites Interesse. Andres im Land: Zur Zeit herrscht zwischen der Gemeinde Güssing und der Landesspitze Eiszeit, weil zum Schwarzenegger-Besuch der Landeshauptmann nicht geladen war.
Konkret ist in der Region geplant, neue Biogaswerke zu errichten, die Biogas und Wärme erzeugen sollen. Betrieben werden sie mit landwirtschaftlichen Nebenprodukten, wie Klee, oder mit allem was an Gras- und Holzschnitt in den Gemeinden so anfällt.
International hat man nichts Geringeres vor, als die Energieversorgung zu revolutionieren. Häuser sollen zu Kraftwerken werden, die Netze dezentral und nicht mehr nur von Großkraftwerken versorgt werden. "Wir arbeiten mit Hochdruck an Speichersystemen für Haushalte, damit die dort erzeugte Energie auch gespeichert und erst dann abgegeben werden kann, wenn Bedarf dafür besteht", sieht Koch zu Zukunft nachhaltig. So könnten 1000 Haushalte ein Kraftwerk ersetzen.
Von einer Auszeit ist für den quirligen Manager derzeit nichts zu sehen.



http://kurier.at/nachrichten/burgenland/4486587-energie-modell-guessing-fuer-den-rest-der-welt.php

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oekonews.at: OMV-Frackingmethode unwirtschaftlich?

 
Befasster Wissenschaftler lässt Frage offen.

Die OMV beabsichtigt im Weinviertel Schiefergas zu fördern. Versuchsbohrungen und Sprengungen mit einem ganz neuen, angeblich sauberen Verfahren sollen ausprobiert werden. Dieses wurde von der Montan-Universität Leoben im Auftrag der OMV entwickelt. Mit der ersten Erprobung in einem Feldversuch im Bezirk Mistelbach wolle man Erfahrungen sammeln.

Bei jeder Unternehmensaktivität steht heutzutage die Frage immer ganz vorne, ob sich ein Projekt rechnen werde. Aber genau diese Frage lässt der leitende Wissenschaftler, Prof. Dr. Herbert Hofstätter völlig offen: Laut eines Artikels auf
ORF-Online weiß er jedoch bereits, dass die Methode nicht so effektiv ist, wie die derzeit übliche, welche mit teils extrem giftigen Chemikalien durchgeführt wird.


Auf meine Nachfrage, um wie viel geringer die Effizienz – und somit die Wirtschaftlichkeit - ungefähr wäre, schrieb Prof. Hofstetter zurück: „Ich kann Ihre Frage derzeit leider noch nicht beantworten. Jede Zahl wäre unseriös zumal ich noch keine Feldesversuche gemacht habe.“

Wenn also jede Zahl unseriös wäre, steht natürlich auch im Raum, dass die ganze Methode völlig unwirtschaftlich sein könnte.

Aber die OMV leistet sich ein ökonomisches Abenteuer von 130 Mio. Euro (OMV-Kostenangaben), das nimmt der Laie einigermaßen erstaunt zur Kenntnis, und erinnert sich an die Rekordbilanz 2011 des größten börsenotierten Unternehmens Österreichs, das zu 31 % in Staatsbesitz steht.

Die Strategie, die Gewinne für den Umbau des fossil-atomaren Energiesystems auf zukunftstauglich, anstatt für noch mehr Klimazerstörung verwenden zu müssen, bleibt Lippenbekenntnis – sowohl seitens des Energieministers Reinhold Mitterlehner als auch seitens der Staatsanteilsvertreterin, der Finanzministerin Maria Fekter.


http://oekonews.at/?mdoc_id1068398&fb_comment_id=fbc_375392409162432_9572518_375928825775457 Mehr...lesen

OTS: Schiefergasförderung: (volks)wirtschaftlicher Unsinn


 
Utl.: Experten und Betroffene warnen vor Schäden an Gesundheit, Eigentum und Umwelt

   Wien (OTS) - Die geplante Schiefergasförderung im Weinviertel ist
mit zahlreichen Fragezeichen und Risiken behaftet: umstrittene
"saubere" Fördermöglichkeit sowie Wirtschaftlichkeit, überschätzte
Schiefergasvorkommen inklusive Gefahr für Mensch und Umwelt. Diese
Schlussfolgerungen ziehen Werner Zittel vom deutschen
Ludwig-Bölkow-Institut, Borislav Sandov, Mitglied der "Climate Action
Coalition Bulgaria" sowie Calvin Tillman, ehemaliger Bürgermeister
der texanischen Kleinstadt Dish, im Rahmen der Veranstaltung
"Schiefergas - Methoden und Risiken" am 28. Februar in der Akademie
der Wissenschaften.*)
Schiefergas-Vorrat für wenige Jahre
   "Was der Öffentlichkeit als technischer Fortschritt verkauft wird,
belegt genauer betrachtet die Verzweiflung der Unternehmen, noch
möglichst lange das 'alte' Geschäft der Gasförderung
aufrechtzuerhalten", so Zittel. "Die Äußerung, dass mit den
geschätzten Schiefergasmengen im Weinviertel Österreich für etwa 30
Jahre von Erdgasimporten unabhängig wäre, ist deutlich übertrieben.
Anhand einer Modellrechnung mit typischen Förderprofilen kann man
abschätzen, dass der Beitrag zur Erdgasversorgung Österreichs im
günstigsten Fall für einige Jahre etwa 10 % betragen könnte." Der
Förderaufwand für Schiefergas sei wesentlich größer und der Ertrag
pro Kubikmeter Gestein geringer als bei konventionellen Bohrungen,
wodurch an der Wirtschaftlichkeit gezweifelt werden muss. Ein "Clean
Fracturing"-Verfahren wird laut Zittel in den USA schon seit Jahren
ohne nennenswerte Markterfolge angeboten. Die österreichischen
Schiefergas-Investitionen wären sinnvoller angelegt, würden sie in
den Umbau der Energieversorgung in Richtung erneuerbarer Energien
gelenkt.
Gefahr für die Wasserversorgung
   Nach einer sechsmonatigen Anti-Schiefergas-Kampagne wurde im
Jänner 2012 die "Hydraulic Fracturing"-Fördermethode in Bulgarien
verboten. "Die größte Gefahr bestand in der Verseuchung des
Wasserbeckens 'Malm-Valange' - der wichtigsten Trinkwasserreserve für
das gesamte Balkan-Gebiet", erklärt Sandov. Ferner ist es die einzige
Quelle für das landwirtschaftlich geprägte Landesinnere - "Die
Kornkammer Bulgariens".
Studien beweisen negative Auswirkungen
   Dish vereint alles, was im Zusammenhang mit der
Schiefergasförderung steht: Aufbereitungsanlagen,
"Fracturing"-Bohrungen samt Lärm, Pipelines sowie Gaskompressoren.
Die Folgen: Eingriffe in das Eigentum sowie Umwelt- und
Gesundheitsschäden. Eine unabhängige Luftgütestudie identifizierte
Grenzwertüberschreitungen für 16 verschiedene Chemikalien. Zahlreiche
darauf folgende Studien bestätigten das Vorkommen derselben
Risikostoffe nahe Schiefergas-Aufbereitungsanlagen und die damit
verbundenen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit. "Auch die
Gesundheit meiner Kinder litt darunter", erklärt Tillman. "Daraufhin
entschieden wir uns, der Gesundheit Vorrang zu geben und Dish im März
2011 zu verlassen." (Über ein weiteres Beispiel mit
Bodenverseuchungen berichtet Tillman in der Langfassung.)
   *)Organisatoren der Veranstaltung: Austria Solar, Österreichischer
Biomasse-Verband, Kleinwasserkraft Österreich, Photovoltaic Austria,
Umweltdachverband und IG Windkraft. Die Verbände fordern in einem
"offenen Brief" von der Bundesregierung ein generelles
Schiefergas-Förderverbot und den weiteren Ausbau der Nutzung von
erneuerbaren Energien.
   Die Langversionen der Vorträge, der "offene Brief" an die
Bundesregierung sowie Abbildungen sind unter
http://www.ots.at/redirect/biomasseverband1 downloadbar. Die
Powerpoint-Präsentationen werden am 29. Februar hinzugefügt.
Rückfragehinweis:
   Österreichischer Biomasse-Verband, Antonio Fuljetic
   Tel: 0660 855 6804, Mail:
fuljetic@biomasseverband.at
   IG Windkraft, Martin Fliegenschnee-Jaksch, Mobil: 0699 188 77 855
   Mail:
m.fliegenschnee@igwindkraft.at



http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120228_OTS0181/schiefergasfoerderung-volkswirtschaftlicher-unsinn

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derStandard.at: Fracking würde UVP standhalten

WISSENSCHAFTER
Fracking würde UVP standhalten
ANDREA HEIGL, 24. Februar 2012 18:13
  • 1
    1329882095603 bürgerinitiative schiefes gas

  • Ein inszeniertes Begräbnis für das Weinviertel: Rund um das Thema Fracking gehen die Wogen hoch.


Das Umweltministerium arbeitet an einer Novelle für die Prüfung von Schiefergasabbau im Weinviertel
St. Pölten - Während die Schiefergasförderung im Weinviertel in der niederösterreichischen Landespolitik die Wogen hochgehen lässt, bemüht man sich im Wirtschaftsministerium weiterhin um Deeskalation. Der Landtag fasste am Donnerstag einen Beschluss, laut dem sich das Land dezidiert gegen Fracking ausspricht, "so lange Beeinträchtigungen für die Gesundheit der Menschen und die Umwelt nicht ausgeschlossen sind". Zuvor hatte Landeshauptmann Erwin Pröll (VP) eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) gefordert.

Im Wirtschaftsministerium gibt man sich davon unbeeindruckt. Eine Sprecherin von Minister Reinhold Mitterlehner (VP) sagte dem Standard, man warte nach wie vor darauf, dass die OMV das Projekt einreiche. Dann werde die im Ressort angesiedelte Montanbehörde aktiv. Bei der OMV wiederum will man sich nicht auf ein Einreichdatum festlegen, erst müssten die technischen Rahmenbedingungen für das "Clean Fracking" geklärt werden. Dabei soll das Wasser, das tausende Meter tief in die Erde hineingeleitet wird, nicht mit Chemikalien, sondern mit natürlichen Stoffen wie Quarzsand oder Maisstärke versetzt werden.
Für eine UVP bräuchte es eine Gesetzesänderung, zuständig ist dafür Umweltminister Nikolaus Berlakovich (VP). Der spricht sich für eine solche Prüfung aus, eine entsprechende Novelle ist laut Auskunft aus seinem Ressort in Arbeit. Im Vorjahr wurde ein entsprechender Antrag der Grünen im Parlament noch rundweg abgelehnt. Der Bürgerinitiative " Schiefes Gas" ist aber auch UVP-geprüftes Fracking nicht geheuer, man trete mittlerweile für ein generelles Verbot in Österreich ein, sagt Sprecherin Helene Waldner.
Tourismus statt Fracking
Auch in der Landes-VP sieht man die Diskussion in diese Richtung gehen. Dass der Beschluss kein kategorisches Nein beinhaltet, begründet der zuständige Abgeordnete Kurt Hackl (VP) damit, dass man in "20, 30 Jahren, wenn es neue Technologien gibt, eventuell nochmal darüber reden kann". Als Hintertür für einen Fracking-Einsatz in einigen Jahren will er das aber nicht verstanden wissen. Das Weinviertel setze auf sanften Tourismus, nächstes Jahr findet in der Region die Landesausstellung statt - da könne man keinerlei Umweltschäden riskieren, meint Hackl.
Seit zwei Jahren arbeitet man an der Montan-Universität in Leoben an der chemiefreien Fracking-Methode. Professor Herbert Hofstätter hat keine Zweifel, dass diese einer UVP standhalten würde, und versucht, die Bedenken der Bürgerinitiative zu zerstreuen, die unter anderem befürchtet, bei der Schiefergasförderung könnte das Grundwasser kontaminiert werden; das sei "zu 100 Prozent auszuschließen", meint Hofstätter. Umweltschädliches Fracking sei nicht zu tolerieren. Wie in den vergangenen Tagen bekannt wurde, verwendet die OMV im Weinviertel schon seit Jahrzehnten chemisches Fracking zur Öl- und Gasgewinnung. Dieses sei allerdings im Sommer 2011 eingestellt worden, sagt OMV-Austria-Geschäftsführer Christopher Veit. Jedenfalls sei dabei nie etwas passiert, und man habe stets "die strengen heimischen Auflagen eingehalten". (Andrea Heigl, DER STANDARD, Printausgabe, 25./26.2.2012)

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noe.orf.at: „Fracking bereits seit 60 Jahren“

 
„Fracking bereits seit 60 Jahren“
Die OMV wollte ursprünglich die umstrittene Methode des „Fracking“ anwenden, um im Weinviertel Schiefergas zu fördern. Mittlerweile heißt es, dass Elemente dieser Fördermethode bereits seit 60 Jahren angewendet werden.
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ORF

Elemente des „Fracking“ sollen seit 60 Jahren angewendet werden
Die Auskunft kommt aus dem dafür zuständigen Wirtschaftsministerium. Dass die OMV „Fracking“ in Teilbereichen schon bisher anwendete, sorgte bereits am Mittwoch für helle Aufregung - mehr dazu in „Fracking bereits angewendet“.
Im Wirtschaftsministerium versuchte man, die Lage zu beruhigen. Diese Elemente des „Fracking“ würden schon seit 60 Jahren in ganz Europa angewendet, sagte Waltraud Kaserer, die Sprecherin des Ministeriums.
Genaue gesetzliche Auflagen
Die Maßnahmen seien genauen gesetzlichen Auflagen unterworfen, etwa dass die chemischen Zusätze nicht an andere als dafür vorgesehene Stellen gelangen dürfen. Die Anwendung sei meldepflichtig und würde von Fachleuten der Montanbehörden an Ort und Stelle überprüft, zuletzt in den vergangenen beiden Jahren je einmal, in den vorhergehenden zwei Jahren nicht. In den insgesamt 60 Jahren habe es noch keinen einzigen Problemfall gegeben, sagte Kaserer. Schiefergas werde mit der bisher bekannten Methode des „Fracking“ zwar in den USA, nicht aber in Österreich gefördert.
Die Montanuniversität Leoben arbeite schon seit Jahren an einer sauberen Möglichkeit, dem „Clean Fracking“ ohne Chemie. Bevor diese Methode nicht ausgereift sei, werde es auch keine Schiefergasförderung geben, sagte Kaserer.
Umstrittener Chemieeinsatz
„Fracking“ ist die Bezeichnung für eine umstrittene Ausbeutung von Erdgasfeldern. Bei dem Verfahren wird mit Chemikalien versetztes Wasser in Bohrkanäle gepumpt. In der laufenden Diskussion um dessen Anwendung meldete sich am Donnerstag der Geschäftsführer der OMV Österreich, Christopher Veit, zu Wort.
In einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber noe.ORF.at betonte er, dass bereits im Sommer 2011 die Anwendung von Elementen der „Fracking“-Technologie bei konventionellen Bohrungen eingestellt wurde. Derzeit arbeite man mit Nachdruck an dem österreichischen Weg, der umweltverträglichen „Clean Fracking“-Methode.
Seit 2005 wurden bei 99 Bohrungen zwei Mal Elemente der „Fracking“-Technologie nach dem international üblichen Stand der Technik angewendet, so Veit. Dabei wurden stets die strengen heimischen Auflagen eingehalten. "Alle Bohrungen wurden absolut sicher durchgeführt“, so der Geschäftsführer.
 



http://noe.orf.at/news/stories/2522247/

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OTS: Landtagssitzung ganz im Zeichen der Sicherheit der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher

 
Schneeberger: Eine Landtagssitzung ganz im Zeichen der Sicherheit der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher
Utl.: Reformen für eine sichere Zukunft, die Verkehrssicherheit auf der B37 oder die Sicherheit bei Schiefergas-Abbau werden diskutiert

   St. Pölten (OTS/NÖI) - "Die morgige Sitzung steht ganz im Zeichen
der Sicherheit der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher",
erklärt VP-Klubobmann LAbg. Mag. Klaus Schneeberger anlässlich der
morgigen Sitzung des NÖ Landtags.
   Reformen für eine sichere Zukunft
Zu Beginn der Sitzung steht die aktuelle Stunde unter dem Titel
"Niederösterreichs Reformen als Grundlage für eine sichere Zukunft".
Klubobmann Schneeberger erklärt: "Unsere Reformen sind ein Garant für
eine sichere Zukunft unserer Bürgerinnen und Bürger. So wurden im
Bereich der Verwaltung schon zahlreiche Maßnahmen gesetzt. Damit
können wir die Herausforderungen wie das Reformpaket der
Bundesregierung problemlos bewältigen." Schneeberger erinnert dabei
daran, dass sich das Land durch Reformen wie im Dienstrecht oder bei
den Pensionen jährlich rund 195 Millionen Euro erspart. "Mit dem
Budgetprogramm, das wir in der Jänner-Sitzung beschlossen haben,
gelingt uns nicht nur in den Jahren 2011 bis 2017 ein jährliches
Null-Defizit, sondern wir bauen auch den Schuldenstand bis 2015 um
insgesamt 600 Millionen Euro ab. Auch in Bereichen wie bei den
Landeskliniken setzen wir den Weg der Reformen fort", so der
VP-Klubobmann. 
   Maßnahmen für die Soziale Sicherheit
Ebenfalls in der Sitzung wird das neue Ausbau- und
Investitionsprogramm für die Landespflegeheime beschlossen. "Hier
geht es uns darum, dass gerade die ältere Generation eine optimale
Betreuung bis ins hohe Alter bekommt. Mit den Investitionen von rund
200 Millionen Euro werden rund 850 zusätzliche Pflegebetten und
optimale Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
geschaffen", informiert Klubobmann Schneeberger. Des Weiteren wird
der neue Ausbauplan der NÖ Jugendheime beschlossen. Hier soll den
modernen Erfordernissen Rechnung getragen werden und unter anderem
ein Schwerpunkt auf den flächendeckenden Ausbau der mobilen und
ambulanten Dienste gelegt werden, wie der VP-Klubobmann erklärt.
   Sicherheit vor Schrottreaktoren
Zwar ist die Atomkatastrophe in Japan schon wieder ein Jahr her, doch
die Gefahr, die von grenznahen AKWs ausgeht, ist weiterhin vorhanden.
Deshalb hat die VP Niederösterreich einen Antrag gegen die
Inbetriebnahme der Reaktoren Mochovce 3 & 4 eingebracht.
VP-Klubobmann Klaus Schneeberger: "Wenn die beiden Reaktorblöcke ans
Netz gehen, werden die Sicherheitssysteme der beiden Blöcke schon
längst veraltet sein. Daher sprechen wir uns erneut gegen die
Erzeugung von Atomstrom aus. Außerdem unterstützen wir Landesrat Dr.
Stephan Pernkopf bei seinem Vorstoß eine Atomstrom-Strafabgabe in
Österreich einzuführen, falls die Energieversorger nicht auf
Atomstrom verzichten wollen. Hier ist unsere EVN ein positives
Beispiel, die gänzlich auf Strom aus AKWs verzichtet."
   Mehr Verkehrssicherheit auf der B37
Positiv auf die Verkehrssicherheit auf der Kremser Straße B37 soll
sich die Installation einer "Section Control" auswirken. "Eine
Vielzahl der schrecklichen Unfälle auf dieser Straße ist auf
überhöhte Geschwindigkeit zurück zu führen. Daher freut es mich, dass
alle Landtagsparteien unseren Antrag, der neben kurzfristigen
Maßnahmen wie einer Verbesserung des Fahrbahnbelags oder mehr
Polizeipräsenz auch die Installation einer "Section Control"
unterstützen. Nach einer Evaluierung der gesetzten Maßnahmen wird man
sehen, ob weitere Schritte für mehr Verkehrssicherheit notwendig
sind", so Klubobmann Schneeberger
   UVP-Verfahren für Sicherheit beim geplanten Schiefergasabbau
Ein weiterer Tagesordnungspunkt beschäftigt sich mit dem geplanten
Abbau von Schiefergas im Weinviertel: "Hier treten wir für eine
verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung ein. Es muss endlich
Klarheit herrschen, ob der geplante Gewinn von Schiefergas negative
Auswirkungen auf die Gesundheit der Weinviertlerinnen und
Weinviertler, das Grundwasser oder die Fauna hat." Wobei eines steht
für Klubobmann Schneeberger in der Debatte fest: "Bei allen
ökonomischen Überlegungen steht für uns die Gesundheit und Sicherheit
der Bürgerinnen und Bürger, die Sicherheit unseres Trinkwassers und
der Naturschutz an erster Stelle."
Rückfragehinweis:
   Volkspartei Niederösterreich, Presse
   Tel.: 02742/9020 DW 140
  
www.vpnoe.at

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OTS: Global 2000 an OMV: Fakten zu Fracking offenlegen!

Utl.: Umstrittene Abbauform von Gas offenbar längst Realität

   Wien (OTS) - Johannes Wahlmüller, Energieexperte der
Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000, ist erschüttert, dass die OMV
offenbar längst Fracking bei ihren Bohrungen einsetzt. GLOBAL 2000
fordert den Ölkonzern auf, umgehend alle Fakten offenzulegen: "Wie
oft wurde Fracking bereits eingesetzt? Welche Chemikalien wurden
dabei verwendet? Wieviel Methan ist in die Atmosphäre entwichen?",
sieht Wahlmüller dringenden Erklärungsbedarf.
"Wir sind erschüttert, dass die OMV vorgibt, neue Technologien zu
entwickeln und von einem neuen Vorhaben für Österreich spricht, in
Wahrheit im Geheimen aber offenbar längst die umstrittene
Fracking-Technologie einsetzt. Wir wundern uns, warum man bei den
Informationsveranstaltungen kein Wort darüber verloren hat," zeigt
sich Wahlmüller empört.
Wenn diese Vorwürfe wahr sind, bedeutet das auch einen massiven
Vertrauensverlust gegenüber der OMV. Die Politik muss jetzt endlich
aus dem Dornröschenschlaf aufwachen und dem Vorgehen der OMV einen
Riegel vorschieben. Wirtschaftsminister Mitterlehner darf unter
diesen Umständen der OMV keinesfalls die bergbauliche Genehmigung für
das Projekt erteilen.
Rückfragehinweis:
~
   GLOBAL 2000
   Nunu Kaller
   Pressesprecherin
   +43 699 14 2000 20
  
presse@global2000.at
   www.global2000.at
~

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Bezirksblatt: OMV hat im Weinviertel bereits 30-mal „schmutzig“ gefrackt



OMV hat im Weinviertel bereits 30-mal "schmutzig" gefrackt
von Ewald Schingerling aus Mistelbach |
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LH Erwin Pröll wurde von LA Kurt Hackl über die Schiefergas-Stimmung in der Bevölkerung informiert.Foto: privat
Fracking in Österreich ist nichts Neues – doch nun schaltet sich LH Pröll in die Diskussion ein: UVP gefordert! ¶Bereits 30-mal hat die OMV im Weinviertel die umstrittene Fracking-Methode angewandt und beim Bohren nach herkömmlichen Gas- und Ölvorkommen auch jede Menge Chemie eingesetzt. Denn das „clean“-Fracking mit Sand und Stärke wurde erst jetzt entwickelt. Doch mit dem Fracking soll jetzt vorerst Schluss sein. Ein mächtiger Mann im Land warnt die OMV nun vor Schiefergas-Bohrungen ohne vorherige Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP): Landeshauptmann Erwin Pröll. LH Pröll fordert eine UVP Pröll warnt die OMV davor, die Probebohrungen vor einer entsprechenden Gesetzesänderung in Richtung zwingender UVP durchzuführen: „Die Bevölkerung der Region muss in das Verfahren mit eingebunden werden.“ Landtagsabgeordneter Kurt Hackl dankt dem Landeshauptmann für die klaren Worte. Auch er hatte zuvor in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Weinviertel Tourismus GmbH schon Sorge darüber geäußert, dass über die Menschen im Bezirk drübergefahren und der touristischen Entwicklung geschadet werden könnte. „Wenn das Weinviertel ein Jahr vor der Landesausstellung nur in Zusammenhang mit Gift, Chemie und Gasbohrungen in den Medien genannt wird, ist das nicht förderlich“, betont Hackl. Auch die Poysdorfer Winzer haben in der Vorwoche bei Landeshauptmann Pröll ihre Bedenken deponiert, im Wiener Parlament haben andere Projektgegner und Grüne eine Petition an Nationalratspräsidentin Barbara Prammer übergeben. Fracking für OMV nicht neu Fracking ist also in Österreich nichts Neues. „Wir haben schon 20- bis 30-mal gefrackt“, bestätigt OMV-Projektleiter Hermann Spörker. Allerdings nicht in Zusammenhang mit Schiefergas, sondern um herkömmliche Öl- und Gasfelder besser ausbeuten zu können. Die Technik ist also im Weinviertel schon öfter heimlich eingesetzt worden. Was die in Polen von ExxonMobile eingestellte Suche nach Schiefergas betrifft, hat das vorerst auf Österreich keine Auswirkungen. Exxon hat nach 20 Probebohrungen festgestellt, dass eine wirtschaftliche Förderung des Gases nicht möglich sei. In Österreich will man nach zwei Probebohrungen schon gescheiter sein? „Das kann man nicht vergleichen“, sagt Spörker. „In Österreich müssen wir überhaupt erst erkunden, ob es Schiefergasvorkommen in ausreichender Menge gibt, erst danach wird man sich mit der Frage der wirtschaftlichen Förderung befassen.“ Also das Stadium erreichen, in dem ExxonMobile in Polen nun das Handtuch geworfen hat. Doch angesichts des steigenden Widerstandes ist fraglich, welche Weinviertler Gemeinde den Probebohrungen überhaupt zustimmen wird. Ewald Schingerling
 


http://regionaut.meinbezirk.at/mistelbach/wirtschaft/omv-hat-im-weinviertel-bereits-30-mal-qschmutzigq-gefrackt-d138508.html Mehr...lesen

OTS: OMV betreibt in NÖ bereits „Fracking“ im US-Stil

 
OMV betreibt in Niederösterreich bereits "Fracking" im US-Stil
Utl.: Bezirksblätter Niederösterreich exklusiv: Umstrittene Förder-Methode schon 30 mal im Weinviertel eingesetzt.

   Wien (OTS) - Knalleffekt in der Diskussion über die umstrittenen
Schiefergas-Fracking-Pläne der OMV im Weinviertel. Bislang unbekannt
war die Tatsache, dass die fragliche Methode in Österreich bereits
gängige Praxis ist. "Wir haben im Weinviertel schon 20- bis 30-mal
gefrackt", bestätigt OMV-Projektleiter Hermann Spörker eine Anfrage
der Bezirksblätter Mistelbach. "Allerdings nicht in Zusammenhang mit
Schiefergas, sondern um herkömmliche Öl- und Gasfelder besser
ausbeuten zu können."
   Bislang wurde beteuert, für die geplante Förderung im Weinviertel
eine umweltfreundliche Methode des Frackings entwickeln zu wollen. Da
die Forschung aber noch nicht abgeschlossen ist, wurde bei den
bisherigen Fracking-Einsätzen im Weinviertel die konventionelle
Methode angewendet. Dabei kamen laut Bezirksblätter-Recherchen auch
ähnlich grundwassergefährdende Stoffe zum Einsatz, die in den USA zu
enormen Umweltschäden und Bürgerprotesten geführt haben.
RMA - Regionalmedien Austria:
   Die RMA wurde 2009 von der Styria Media Group AG und der Moser
Holding AG gegründet und vereint unter ihrem Dach die Titel bz-Wiener
Bezirkszeitung, Bezirksblätter Burgenland, Niederösterreich, Salzburg
und Tirol, WOCHE Kärnten und Steiermark sowie die Kooperationspartner
Bezirksrundschau Oberösterreich und Regionalzeitungen Vorarlberg.
Weiterführende Links:
Bericht in den Bezirksblättern Mistelbach:
http://www.ots.at/redirect/regionaut
Bezirksblätter NÖ: www.meinbezirk.at/niederoesterreich
RMA - Regionalmedien Austria AG: www.regionalmedien.at
Rückfragehinweis:
   Oswald Hicker
   Chefredakteur
   Bezirksblätter Niederösterreich
   Porschestraße 23a, 3100 St. Pölten
   M +43/664/80 666 5070

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igwindkraft.at: Methoden und Risiken der Schiefergas-Förderung

 

Methoden und Risiken der Schiefergas-Förderung
Termin: 28.2.2012. Sechs Verbände, darunter die IG Windkraft, fordern ein Schiefergas-Förderverbot auch für Österreich
 

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Die geplante Schiefergasgewinnung der OMV im Weinviertel stößt nicht nur bei Bürgerinitiativen auf Gegenwehr, sondern auch bei folgenden Organisationen: Umweltdachverband, Österreichischer Biomasse-Verband, Photovoltaic Austria, Austria
Solar, IG Windkraft und Kleinwasserkraft Österreich. Die zentrale Forderung der Koalition: "Generelles Verbot der Schiefergas-Förderung in Österreich und damit ein sofortiger Abbruch des Projektes im Weinviertel!" Die künftige Energieversorgung kann nur auf erneuerbaren Energieträgern basieren, um einerseits den Klimawandel zu stoppen und andererseits die langfristige Energie-Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Jede weitere Exploration von fossilen Energieträgern und Investitionen in deren Infrastruktur bedeuten einen Rückschritt für die geforderte und von der Politik propagierte Energiewende Österreichs.

Warum die Schiefergasförderung enorme Umwelt- und Gesundheitsrisiken birgt, erläutern internationale Experten anlässlich der Veranstaltung "Schiefergasförderung - Methoden und
Risiken" am 28. Februar in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien, die von den sechs Verbänden organisiert wird.

Deshalb unterstützen die Verbände die Bürgerinitiative "Weinviertel statt Gasviertel" und fordern die ÖsterreicherInnen auf, die Online-Petition unter
www.weinviertelstattgasviertel.at zu unterschreiben.

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Hierzu referieren drei internationale Experten:
- Dr. Werner Zittel, Ludwig-Bölkow-Systemtechnik aus Deutschland; Thema: "Methoden der Schiefergasförderung - eine Technologiebewertung"

- Borislav Sandov, "Climate Action Bulgarien Coalition" aus
Bulgarien; Thema: "Schiefergas-Förderverbot in Bulgarien - Ausblick Europa"

- Calvin Tillman, ehemaliger Bürgermeister der texanischen
Kleinstadt Dish; Thema: "Umweltschäden durch Schiefergasförderung - ein Augenzeugenbericht"

Veranstaltung
Schiefergasförderung - Methoden und Risiken
28. Februar 2012, 17:00 Uhr, Eintritt frei!
Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien


Weiterführende Links:
Petition "Weinviertel statt Gasviertel" www.weinviertelstattgasviertel.at


DOWNLOADS
Programm_Schiefergasfoerderung-Methoden_und_Risiken.pdf
  download



http://igwindkraft.at/index.php?mdoc_id=1015854

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wksimonsfeld.at; Initiative gegen Schiefergasförderung im Weinviertel

 
Initiative gegen Schiefergasförderung im Weinviertel
Sechs große Umweltverbände fordern ein Schiefergas-Förderverbot im Weinviertel. Die geplante Schiefergasgewinnung der OMV im Weinviertel stößt nicht nur bei Bürgerinitiativen auf Gegenwehr, sondern auch bei Umweltorganisationen. Umweltdachverband, Österreichischer Biomasse-Verband, Photovoltaic Austria, Austria Solar, IG Windkraft und Kleinwasserkraft Österreich fordern ein "generelles Verbot der Schiefergas-Förderung in Österreich und damit ein sofortiger Abbruch des Projektes im Weinviertel!"
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Online-Petition kann unterschrieben werden
Unter www.weinviertelstattgasviertel.at kann eine Online-Petition gegen den Abbau von Schiefergas unterschrieben werden. Schiefergas heißt eine bis zu 7000 Meter tief im Erdreich verborgene fossile Ressource. Jahrzehntelang war an eine Förderung aufgrund der hohen Kosten und wegen unrentabler Fördermethoden nicht zu denken. Die steigenden Energiepreise machen diese nun wieder attraktiv, die möglichen negativen Umweltauswirkungen werden schlichtweg ignoriert. Die Methoden der Schiefergasförderung sind international äußerst umstritten und haben in Frankreich und Bulgarien bereits zu einem Verbot geführt. Abseits der enormen Umweltrisiken steht fest: Investitionen in die Erschließung der österreichischen Schiefergasvorkommen sind ein Rückschritt auf dem Weg zur Energiewende und binden uns auf weitere Jahrzehnte an fossile Rohstoffe. Die künftige Energieversorgung kann nur auf erneuerbaren Energieträgern basieren, um einerseits den Klimawandel zu stoppen und andererseits die langfristige Energie-Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Jede weitere Exploration von fossilen Energieträgern und Investitionen in deren Infrastruktur bedeuten einen Rückschritt für die geforderte und von der Politik propagierte Energiewende Österreichs. Veranstaltungshinweis: Warum die Schiefergasförderung enorme Umwelt- und Gesundheitsrisiken birgt, erläutern internationale Experten anlässlich der Veranstaltung "Schiefergasförderung - Methoden und Risiken" am 28. Februar in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien.
Weitere Informationen: IG Windkraft
 
 


http://www.wksimonsfeld.at/deutsch/unternehmen/news/initiative+gegen+schiefergasfoerderung+im+weinviertel.html Mehr...lesen

NÖN: Pröll will UVP

 
Für Probebohrungen würde derzeit eine naturschutzrechtliche Bewilligung genügen. Landeshauptmann Erwin Pröll fordert Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP).

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  • •Landeshauptmann Erwin Pröll würde der OMV nicht raten, vor der Gesetzesnovelle aktiv zu werden oder freiwillig eine UVP durchzuführen.
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Landeshauptmann Erwin Pröll würde der OMV nicht raten, vor der Gesetzesnovelle aktiv zu werden oder freiwillig eine UVP durchzuführen.
VON ANTON JOHANN FUCHS
Umweltminister Niki Berlakovich begrüßt Prölls Forderung und sagt Unterstützung zu: „Entsprechende Gesetzesvorbereitungen laufen bereits.“
Die OMV hat im Weinviertel große Erdgaslager in tiefen Gesteinsschichten bei Poysdorf entdeckt. Dass sie die aktuelle Gesetzeslage nützt und schnell noch vor dem Inkrafttreten einer Novelle Probebohrungen beantragt, würde Pröll der OMV nicht empfehlen: „Ich würde das nicht raten, auch für die OMV ist ein Goodwill des Landes nicht von Schaden.“ Die OMV will 2013 bei Herrenbaumgarten und Poysdorf bohren, derzeit laufen die Planungen.
„Die Bilder aus Amerika sind schrecklich“, verweist Pröll auf schwere Umweltschäden bei der Schiefergasgewinnung.
Energiepolitische Argumente sind für Pröll nicht schlagend: „Wir setzen in NÖ voll auf nachwachsende Rohstoffe.“
Pröll: „Arbeitsplätze gibt‘s  auch außerhalb der Industrie“ Noch weniger zählt für ihn das Arbeitsplatz-Argument: „Wir haben im Weinviertel viel unternommen, um die Region touristisch sanft zu erschließen, und viel Geld investiert, siehe Landesausstellung.“ Die Erfolge seien bei einer Realisierung des Schiefergas-Abbaus gefährdet. Auch der Weinbau sei unglaublich aufgewertet worden, auch das sei in Gefahr. Es gäbe auch Arbeitsplätze außerhalb der Industrie, sagt Pröll in Hinblick auf die Initiativen des Landes.
Die OMV betont zwar, neue Technologien einzusetzen und auf Chemikalien wie in den USA zu verzichten, Pröll bezweifelt aber, dass Fakten schon präsentierbar seien.
Und das sei ja der große Vorteil einer Umweltverträglichkeitsprüfung: „Da muss jeder Punkt geklärt werden und kann nicht mit einem Fragezeichen abgeschlossen werden.“ Und: Die UVP habe den großen Vorteil, dass auch die Menschen in der Region ins Verfahren eingebunden werden und damit entsprechendes Mitspracherecht haben. Mehrere Bürgerinitiativen bekämpfen im Weinviertel das Schiefergas-Projekt und fordern ein Verbot.
Ein Verbot fordern auch die Grünen NÖ von der Bundesregierung. Die Abgeordneten Amrita Enzinger und Tanja Windbüchler-Souschill übergaben der Nationalratspräsidentin Barbara Prammer eine Petition an das Parlament.


http://www.noen.at/news/wirtschaft/Schiefergas-nbsp-Proell-nbsp-will-nbsp-UVP;art333,373585 Mehr...lesen

kurier.at: Schiefergas: Keine Bohrung ohne Umwelt-Check

 
Schiefergas: Keine Bohrung ohne Umwelt-Check
Die OMV darf ihren größten Gasfund jetzt nicht antasten – wenn sie Streit mit Niederösterreich vermeiden will.
LETZTES UPDATE AM 17.02.2012, 16:09


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er gigantische Gasfund im niederösterreichischen Weinviertel bei Poysdorf hat hohe Wellen geschlagen. Werden doch bis zu 240 Milliarden Kubikmeter sogenanntes Schiefergas im Boden vermutet. Eine Menge, mit der man Österreich 20 bis 30 Jahre lang mit Gas versorgen kann. Der Fund könnte nun aber auch Anlass für eine Gesetzesänderung sein, die der OMV die Gasförderung erschwert.
Die Initiative für die legistische Änderung geht von Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll aus. "Es gibt hier eine gesetzliche Lücke", sagt Pröll. „Für eine Probebohrung ist in Österreich keine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP, Anm.) notwendig, sondern lediglich eine entsprechende Meldung bei der Montanbehörde.“ Dies führe dazu, dass die Bevölkerung in der Region von den Entwicklungen quasi ausgeschlossen werde. "Und das kann nicht sein. Die Bevölkerung vor Ort ist verunsichert und soll deshalb auch ein Mitspracherecht bekommen.“
Auch wenn noch kein konkretes Projekt – etwa eine Probebohrung – von der OMV eingereicht wurde, will Pröll jetzt aktiv werden. Es habe bereits Vorgespräche mit Landwirtschafts- und Wirtschaftsministerium gegeben. Bei "entsprechendem parlamentarischem Ablauf" könnte die Änderung des Umweltverträglichkeitsgesetzes bis zum Sommer erledigt sein, vermutet Pröll.


"Schreckensbilder"
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Erwin Pröll will eine UVP
Vor allem "Schreckensbilder aus Amerika" sind es, die den Landeshauptmann zu diesem Schritt veranlassen. In den USA werden zur Gewinnung von Schiefergas Chemikalien verwendet, die das Grundwasser verseuchen können. Obwohl die OMV bereits angekündigt hat, das Weinviertler Schiefergas mit einer adaptierten, sauberen Methode fördern zu wollen, beharrt Pröll auf seinem Standpunkt: "Lieber zu viel, als zu wenig vorsichtig."
Und was, wenn die OMV bohrt, bevor das Gesetz geändert ist? Pröll: "Ich würde niemandem raten, in Zeiten wo eine Gesetzesänderung im Raum steht, juristische Hakenschläge zu versuchen." Die OMV wollte sich am Freitag zur Causa nicht äußern.
 



http://kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/4485301-schiefergas-keine-bohrung-ohne-umwelt-check.php

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noe.orf.at: Pröll fordert UVP bei Schiefergas

 
Pröll fordert UVP bei Schiefergas
Für die von der OMV geplanten Schiefergas-Probebohrungen im Weinviertel fordert Landeshauptmann Erwin Pröll eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Gesetzlich ist eine UVP für solche Projekte derzeit nicht verpflichtend.
Man dürfe die Sorgen der Bevölkerung nicht einfach vom Tisch wischen, betont Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP), deshalb sei eine Umweltverträglichkeitsprüfung für die geplanten Schiefergas-Probebohrungen unbedingt notwendig.
Rechtlich verpflichtend ist eine UVP bei solchen Projekten derzeit aber nicht. „Daher verlange ich zunächst einmal, dass die Gesetzeslücke gestopft wird, um für solche technischen Vorhaben vorzuschreiben, eine UVP machen zu müssen. Es gibt natürlich auch eine zweite Möglichkeit: Sollte die OMV - es ist im übrigen noch kein Projekt von der OMV eingereicht worden - dass sich die OMV freiwillig einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterwirft“, so Pröll.
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fotolia.de / rr041

Bevölkerung soll eingebunden werden
Der Landeshauptmann warnt die OMV, die Probebohrungen noch vor einer Gesetzesänderung ohne Umweltverträglichkeitsprüfung umzusetzen. „Ich würde es der OMV nicht raten, gegen die Interessen der Region und gegen Intentionen des Landes mit aller Gewalt vorzugehen. Die UVP hat den großen Vorteil, dass auch die Bevölkerung der Region ins Verfahren eingebunden wird und damit entsprechendes Mitspracherecht hat.“
Vor einer etwaigen Schiefergas-Probebohrung müssten jedenfalls alle Risiken für die Bevölkerung und die Umwelt abgeklärt werden, betont Pröll, derzeit seien noch viele Fragen offen. Die OMV wollte dazu keinen Kommentar abgeben.
 

http://noe.orf.at/news/stories/2521516/

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OTS

nternationale Experten berichten über Methoden und Risiken der Schiefergas-Förderung


 
Utl.: Verbände fordern Schiefergas-Förderverbot auch für Österreich =

   Wien (OTS) - Die geplante Schiefergasgewinnung der OMV im
Weinviertel stößt nicht nur bei Bürgerinitiativen auf Gegenwehr,
sondern auch bei folgenden Organisationen: Umweltdachverband,
Österreichischer Biomasse-Verband, Photovoltaic Austria, Austria
Solar, IG Windkraft und Kleinwasserkraft Österreich. Die zentrale
Forderung der Koalition: "Generelles Verbot der Schiefergas-Förderung
in Österreich und damit ein sofortiger Abbruch des Projektes im
Weinviertel!" Die künftige Energieversorgung kann nur auf
erneuerbaren Energieträgern basieren, um einerseits den Klimawandel
zu stoppen und andererseits die langfristige
Energie-Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Jede weitere
Exploration von fossilen Energieträgern und Investitionen in deren
Infrastruktur bedeuten einen Rückschritt für die geforderte und von
der Politik propagierte Energiewende Österreichs, erklären die
Verbandsvertreter unisono. Deshalb unterstützen die Verbände die
Bürgerinitiative "Weinviertel statt Gasviertel" und fordern die
ÖsterreicherInnen auf, die Online-Petition unter
www.weinviertelstattgasviertel.at zu unterschreiben.
   Warum die Schiefergasförderung enorme Umwelt- und
Gesundheitsrisiken birgt, erläutern internationale Experten
anlässlich der Veranstaltung "Schiefergasförderung - Methoden und
Risiken" am 28. Februar in der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften, Wien, die von den sechs Verbänden organisiert wird.
Hierzu referieren drei internationale Experten:
- Dr. Werner Zittel, Ludwig-Bölkow-Systemtechnik aus Deutschland;
Thema: "Methoden der Schiefergasförderung - eine
Technologiebewertung"
- Borislav Sandov, "Climate Action Bulgarien Coalition" aus
Bulgarien;
Thema: "Schiefergas-Förderverbot in Bulgarien - Ausblick Europa"
- Calvin Tillman, ehemaliger Bürgermeister der texanischen
Kleinstadt Dish;
Thema: "Umweltschäden durch Schiefergasförderung - ein
Augenzeugenbericht"
Das Programm der Veranstaltung ist unter
www.biomasseverband.at
downloadbar.
Rückfragehinweis:
   Österreichischer Biomasse-Verband
   Antonio Fuljetic
   Tel: 01 533 07 97 - 0 oder Mail:
office@biomasseverband.at

 



http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120214_OTS0120/internationale-experten-berichten-ueber-methoden-und-risiken-der-schiefergas-foerderung

meinbezirk.at: Schiefergasbohrungen gestoppt

(leider nur in Polen)


 
Während in Österreich eine polnische Firma im Auftrag der OMV nach neuen Öl- und Gasvorkommen sucht, hat der amerikanische Ölmulti ExxonMobile in Polen selbst die Schiefergas-Förderversuche aufgegeben. Weil man auch nach 20 Probebohrungen nicht auf ein wirtschaftlich förderbares Gasfeld gestoßen sei, heißt es in Medienberichten aus Polen. ExxonMobile ist nur eine von mehreren Firmen, die in Polen nach Schiefergas gebohrt hat – und zwar nicht nach der von der OMV propagierten „sauberen“ Methode. Wenn man nun bedenkt, dass der Verzicht auf Chemie ohnedies eine geringere Ausbeute zur Folge hätte, stellt sich die Frage, welche Auswirkungen das „Aus“ in Polen nun auf Österreich hat. Denn wenn man mit Chemie keine zufriedenstellende Gasmenge zusammenbringt, welche Förderkapazität ist dann mit der Alternativmethode der OMV zu erwarten. Eine Frage, die bis Redaktionsschluss leider nicht beantwortet werden konnte, da die Verantwortlichen der OMV in der Vorwoche nicht zurückgerufen haben. ExxonMobile meint, dass man mindestens 70 Bohrungen niederbringen müsse, um verlässliche Aussagen über das Schiefergasvorkommen in Polen treffen zu können. Im Weinviertel gibt die OMV an, mit nur zwei Bohrungen das Auslangen zu finden. Eine Aussage, die von den Schiefergas-Gegnern nach den jüngsten Ereignissen in Polen mehr als nur angezweifelt wird. Das „Aus“ der Gassuche in Polen ist also Wasser auf die Mühlen der Skeptiker, die ohnedies meinen, dass man mit der Förderung noch zuwarten sollte, bis man wirklich eine gute und saubere Technik dafür entwickelt hat. Übrigens: Der Weinbauverein Poysdorf hat in einer Petition an Landeshauptmann Erwin Pröll schwere Bedenken bezüglich Weinbau und Tourismus formuliert: „Verschandelung der Kulturlandschaft“. Ewald Schingerling



http://regionaut.meinbezirk.at/mistelbach/wirtschaft/schiefergasbohrungen-gestopp-d135688.html

oekonews.at: MEL und PEL statt Schiefergas

 
MEL und PEL statt Schiefergas!
15.2.2012
Die Gemeinde Poysdorf steht neben anderen betroffenen Gemeinden im Weinviertel vor der Wahl, ob sie die energiepolitischen Weichen in Richtung Zukunft stellt, oder sich den fossilen Ideen der Vergangenheit zuwendet.

Seitdem die Idee der Förderung von Schiefergas in dieser Region bekannt wurde, ist eine grundlegende Diskussion um die Sinnhaftigkeit dieser Energieform entbrannt. Alle Argumente sprechen dagegen und angesichts der zahlreichen solaren Alternativen besteht auch kein Anlass, an diesem umwelttechnischen und energetischen Unfug festzuhalten.
Vom Fortschritt zum Rückschritt
Hätte man vor wenigen Jahren prognostiziert, im Weinviertel würde man ernsthaft erwägen, eine teure, gefährliche und klimaschädliche Schiefergasproduktion aufzubauen, man hätte nur Kopfschütteln ausgelöst. Und das ganz zurecht. Aber jetzt, wo die Preise für fossile Energieträger wegen zunehmender Verknappung, teils blutiger Konflikte in den Förderländern und nicht zuletzt dem ungebremsten Energiehunger westlicher Industrie­nationen signifikant ansteigen, soll aus diesem energie­politischen Unfug Ernst werden. Dabei ist dieser Irrweg, der hier beschritten werden soll, in keiner Weise notwendig und in Anbetracht einer realistischen solaren Alternative ein klarer Rückschritt gegenüber modernen, nachhaltigen und C02 neutralen Energieformen. Stimmt nicht? Werfen wir gemeinsam einen Blick über die Grenze, konkret in das deutsche Morbach in der Nähe von Trier. Vielleicht weiß man es dort ja schon besser.
„MEL“, eine moderne Energielandschaft
Die Leistungen dieser kleinen, 11.000 Einwohner zählenden Hunsrückgemeinde sind mittlerweile ein weltweit anerkanntes Beispiel für moderne Energiepolitik:
Bis ins Jahr 1995 befand sich oberhalb des Ortes das größte Waffenlager der US-Armee außerhalb Amerikas. Als dieses aufgelassen wurde, wurde ein Areal von 150 Hektar frei, das es sinnvoll zu nützen galt. Erste Versuche einer gewerblichen Nutzung schlugen fehl, bis der Bürgermeister des Ortes die Idee hatte, diese brach liegende Fläche energetisch nutzen. Und Möglichkeiten dazu gibt es ja genug: Man entschloss sich daher zunächst zur Errichtung eines Windparks: insgesamt 14 Windräder der modernen Zwei-Megawatt-Klasse entstanden auf diese Weise. Dann ging es Schlag auf Schlag: Dem Windpark folgte die Errichtung einer 500 KW starken Photovoltaikanlage, sowie die Errichtung einer Biogasanlage und schließlich eines Holzpellets­produktionswerkes. Im Jahr 2011 wurde überdies eine Anlage zur Produktion von synthetischem Erdgas gebaut (durch die sog „Power-to-Gas-Technologie“ wird C02 und Wasser mit Hilfe von Wind- und Sonnenenergie direkt in synthetisches Erdgas umgewandelt). Die Morbacher Energielandschaft „MEL“ war entstanden. Man kann jetzt von den starken regionalpolitischen Impulsen sprechen, die von der MEL ausgingen und bis heute ausgehen, von den tausenden Tonnen C02 die aufgrund dieser Anlagen vermieden werden oder auch dem signifikant angestie­genen Ökotourismus und den über 5.000 Menschen, die mittlerweile Morbach besuchten. Man kann es aber auch in schnöde Zahlen fassen, die für sich allein überzeugend genug sind:
Die Gemeinde profitiert von den regenerativen Energie­anlagen, die sie ua aus der Verpachtung der Standorte an die Anlagenbetreiber erzielt. Denn die Betreibergesell­schaften der Windkraftwerke zahlen pro Windrad eine jährliche Pacht von etwa EUR 15.000 an die Gemeinde, was etwa 5% der aus dem Stromverkauf erzielten Umsätze entspricht und der Gemeinde Morbach insgesamt etwa EUR 210.000 pro Jahr an Einnahmen verschafft. Hinzu kommen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer, die pro Windrad über den ca 20-jährigen Benutzungszeitraum rund 150.000 EUR ausmachen. Ergänzt werden diese Gewinne aus den Einnahmen aus der Biogasanlage und der Holzpelletsproduktion, einem in Deutschland und Österreich immer beliebteren und C02 neutralen Heizstoff.
Von der „MEL“ zur „PEL“
Was in Morbach möglich war, ist genauso in Poysdorf möglich: Warum nicht auch hier einen kleinen Windpark, eine Biogasanlage, ein Sonnenkraftwerk und ein Pelletierwerk? Die beschriebenen Vorteile ließen sich dadurch in gleicher Weise erzielen. Die Bauern der Umgebung könnten diesen Energiepark mit Biomasse aus regionaler Produktion beliefern und damit unmittelbaren Nutzen aus der nachhaltigen Erzeugung von Strom und Wärme erzielen. Flächen, die bislang möglicherweise brach lagen, können so sinnvoll für den Anbau verschiede­ner Energiepflanzen genutzt werden. Idealerweise sollten die Windräder (oder wenigstens einige davon) in Form von Bürgerbeteiligungen finanziert werden, um die Menschen in der Region in das Gesamtprojekt einzubinden.
Wenn es in Deutschland die MEL gibt, warum dann in Österreich nicht die „PEL“, also die „Poysdorfer Energielandschaft“?
Biomasse gibt es auch in Poysdorf und Umgebung. Auch in diesem schönen Ort weht der Wind und es scheint die Sonne. Auch hier haben die Menschen die Dinge gerne selbst in der Hand, statt sie an weit entfernte Konzernzentralen abzugeben und sich dann diktieren zu lassen, wer was wann fördert und wer konkret welche Gewinne erzielt.
Ökologie und Wirtschaft ein Widerspruch? Mitnichten! Mann muss es nur mit den richtigen Energieträgern, wie Wind, Wasser, Sonne und Biomasse angehen, dann steht einer nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen nichts im Wege.
Quellen:

Alt, Der Wind schickt uns keine Rechnung in Alt/Scheer, Wind des Wandels 175 f.

Hinsch/Willenbacher, Kommunale Wertschöpfung durch Windkraft in Alt/Scheer, Wind des Wandels 151 f.

Wallisch, "Vollgas mit Schiefergas?", Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit, 9. Jänner 2012.

Morbacher Energielandschaft:
www.energielandschaft.de .


Autor Dr Gert Wallisch ist Rechtsanwalt bei der Rechtsanwaltskanzlei Kunz Schima Wallentin Rechtsanwälte OG in Wien
 



http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1067980

OTS: Internationale Experten berichten über Methoden und Risiken der Schiefergas-Förderung


 
Utl.: Verbände fordern Schiefergas-Förderverbot auch für Österreich =

   Wien (OTS) - Die geplante Schiefergasgewinnung der OMV im
Weinviertel stößt nicht nur bei Bürgerinitiativen auf Gegenwehr,
sondern auch bei folgenden Organisationen: Umweltdachverband,
Österreichischer Biomasse-Verband, Photovoltaic Austria, Austria
Solar, IG Windkraft und Kleinwasserkraft Österreich. Die zentrale
Forderung der Koalition: "Generelles Verbot der Schiefergas-Förderung
in Österreich und damit ein sofortiger Abbruch des Projektes im
Weinviertel!" Die künftige Energieversorgung kann nur auf
erneuerbaren Energieträgern basieren, um einerseits den Klimawandel
zu stoppen und andererseits die langfristige
Energie-Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Jede weitere
Exploration von fossilen Energieträgern und Investitionen in deren
Infrastruktur bedeuten einen Rückschritt für die geforderte und von
der Politik propagierte Energiewende Österreichs, erklären die
Verbandsvertreter unisono. Deshalb unterstützen die Verbände die
Bürgerinitiative "Weinviertel statt Gasviertel" und fordern die
ÖsterreicherInnen auf, die Online-Petition unter
www.weinviertelstattgasviertel.at zu unterschreiben.
   Warum die Schiefergasförderung enorme Umwelt- und
Gesundheitsrisiken birgt, erläutern internationale Experten
anlässlich der Veranstaltung "Schiefergasförderung - Methoden und
Risiken" am 28. Februar in der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften, Wien, die von den sechs Verbänden organisiert wird.
Hierzu referieren drei internationale Experten:
- Dr. Werner Zittel, Ludwig-Bölkow-Systemtechnik aus Deutschland;
Thema: "Methoden der Schiefergasförderung - eine
Technologiebewertung"
- Borislav Sandov, "Climate Action Bulgarien Coalition" aus
Bulgarien;
Thema: "Schiefergas-Förderverbot in Bulgarien - Ausblick Europa"
- Calvin Tillman, ehemaliger Bürgermeister der texanischen
Kleinstadt Dish;
Thema: "Umweltschäden durch Schiefergasförderung - ein
Augenzeugenbericht"
Das Programm der Veranstaltung ist unter
www.biomasseverband.at
downloadbar.
Rückfragehinweis:
   Österreichischer Biomasse-Verband
   Antonio Fuljetic
   Tel: 01 533 07 97 - 0 oder Mail:
office@biomasseverband.at

 



http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120214_OTS0120/internationale-experten-berichten-ueber-methoden-und-risiken-der-schiefergas-foerderung

nön: Winzer fürchten um ihren Wein

NÖN Mistelbach 07-2012 S20 Mehr...lesen

ndr: Hat Fracking die Erde beben lassen?

Hier bebte die Erde am Montagmorgen: ein Erdgasfeld in Söhlingen (Kreis Rotenburg). Epizentrum - schon dieses Wort ist im Zusammenhang mit Norddeutschland ungewohnt. Doch seit Montagmorgen ist es ganz nah. Bei Visselhövede, um genau zu sein. Nahe eines Erdgasfeldes bei Söhlingen (Landkreis Rotenburg), um ganz genau zu sein. Dort lag das Epizentrum eines Bebens der Stärke 3,0 nach Angaben der Bundesanstalt für Geowissenschaft und Rohstoffe (BGR) in Hannover. Und: "Ein Zusammenhang mit der Erdgasförderung ist nicht auszuschließen", heißt es von der BGR weiter. Auffällig ist laut Geophysiker Nicolai Gestermann, dass Erdbeben in Norddeutschland fast ausschließlich im Umfeld der Erdgasförderung aufträten. Besonders pikant: Das Erdbeben ereignete sich fast zeitgleich zur Umweltausschusssitzung des Landtages in Hannover. Bei der Sitzung drehte es sich um Fracking und die Gefahren der umstrittenen Fördermethode.


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http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/heide/fracking209.htm Mehr...lesen

Greenpeace: Schiefergas schlimmerer Klimakiller als bisher angenommen

 
Greenpeace: Schiefergas schlimmerer Klimakiller als bisher angenommen
Utl.: Gasförderung im Weinviertel verursacht Klimaschaden wie eine Milliarde Tonnen CO2 Nature-Artikel zeigt katastrophale Klimabilanz von Fracking auf

   Wien (OTS) - Die Förderung von Schiefergas entpuppt sich als
klimaschädlicher als bisher angenommen. Der geplante Abbau von
Schiefergas im Weinviertel würde zu einer zusätzlichen Belastung der
österreichischen Klimabilanz um eine Milliarde Tonnen CO2-Äquivalente
führen.  Das sind die Ergebnisse aktueller Berechnungen der
Umweltorganisation Greenpeace auf Basis eines aktuellen Artikels des
Wissenschaftsmagazin Nature. "Die ungeklärte Risiken rundum die
Gasförderung sollten uns schon genug Sorgen bereiten. Jetzt wurde
Schiefergas als Klimakiller entlarvt, die Gasförderung im Weinviertel
würde die österreichische Klimabilanz auf Jahrzehnte massiv
verschlechtern. Daher muss die OMV gestoppt werden, die
Bundesregierung muss die Schiefergasförderung verbieten", fordert
Greenpeace-Energieexperte Jurrien Westerhof.
Ein Artikel im renommierten Wissenschaftsmagazin 'Nature' weist
darauf hin, dass bei der Schiefergasförderung relativ große Mengen an
Gas entweichen. Diese Methan-Emissionen sind größer als bei der
herkömmlichen Erdgasförderungen, was die Klimabilanz von Schiefergas
stark verschlechtert und in die Nähe von Steinkohle rückt. Legt man
diese Zahlen auf Österreich um, dann wäre die Klima-Wirksamkeit des
Weinviertler Schiefergasvorkommen gleichzusetzen mit in etwa einer
Milliarde Tonnen CO2 - oder mehr als dreißig Millionen Tonnen
jährlich.
Schiefergas besteht, wie auch herkömmliches Erdgas, hauptsächlich aus
Methan. Methan ist wie CO2 ein Treibhausgas, allerdings ist es
zwanzig bis fünfundzwanzigmal so klimaschädlich. Bei der Förderung
von Schiefergas wird im Vergleich zur herkömmlichen Erdgasförderung
relativ viel Methan freigesetzt, laut Nature entweichen 3,6 bis 7,9
Prozent der Gesamtproduktion einer Schiefergasquelle durch Leckagen
in die Atmosphäre. Bei konventionellem Erdgas beträgt der Verlust 1,7
bis 6 Prozent. Um die Klimaschädlichkeit dieses Gases zu berechnen,
müssen freilich diese Methanemissionen berücksichtigt  werden. Bei
der Verbrennung von einem Kubikmeter Erdgas entstehen circa zwei
Kilogramm CO2, rechnet man die Wirkung der Methanleckagen mit, dann
ist die Klimaschädlichkeit mit circa 4 kg CO2 gleichzusetzen.
Auf die  österreichische Situation umgerechnet, bedeutet das, dass
die geschätzten 250 Mrd. Kubikmeter Weinviertler Schiefergas zu
direkten Emissionen in der Höhe von circa 500 Millionen Tonnen CO2
führen werden. Die Verdopplung der Wirkung bedeutet also eine
Klima-Schädigung im Vergleichswert von einer Milliarde Tonnen CO2.
Rechnet man das auf die von der OMV veranschlagte dreißig Jahre
Nutzungsdauer der Gasquelle um, bedeutet das Zusatzemissionen von
mehr als dreißig Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Zu Vergleich: die
jährlichen Verkehrsemissionen in Österreich liegen derzeit bei rund
22 Millionen Tonnen CO2.
"Nicht mal ein kompletter Verzicht auf den heimischen Straßenverkehr
könnte die Klimabelastung durch Schiefergas kompensieren", so
Westerhof, "Viele Energieszenarien, wie zum Beispiel das
Autarkie-Szenario von Minister Berlakovich, zeigen noch dazu, dass
wir dieses Gas für unsere Energieversorgung nicht brauchen. Wenn die
Bundesregierung also ihre eigene Klima- und Energiestrategie ernst
nimmt, dann muss sie die Schiefergas-Pläne der OMV stoppen", so
Greenpeace-Energiesprecher Jurrien Westerhof.
Rückfragehinweis:
   Dipl.-Ing. Jurrien Westerhof, Energieexperte, Tel: 0664-6126701
   Steffen Nichtenberger, Leiter Medienabteilung, Tel: 0664-6126703

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Fracking im Bodenseeraum - Eine Gefahr für Vorarlberg?


 
Fracking im Bodenseeraum – Eine Gefahr für Vorarlberg?
SPÖ Landesgeschäftsführer Einwallner befürchtet unkalkulierbare Risiken für die gesamte Bodenseeregion.

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Quelle: http://www.3legsresources.com
Auswirkungen auf Vorarlberg Reinhold Einwallner, Landesgeschäftsführer der SPÖ Vorarlberg, erkennt im geplanten Vorhaben zum Abbau von Schiefergas im Raum Friedrichshafen – Überlingen – Konstanz unkalkulierbare Risiken für die gesamte Bodenseeregion. „Das Ökosystem in diesem Gebiet ist höchst sensibel. Vor allem die möglichen Auswirkungen auf das Trinkwasser bedeuten eine Gefährdung für hunderttausende Menschen“, so Einwallner.
Im Vergleich zu den dünn besiedelten Gebieten der USA, wo Fracking bereits zu katastrophalen Folgen geführt hat, würden ähnliche Phänomene im bevölkerungsreichen Bodenseeraum unvergleichlich schlimmere Auswirkungen haben.
Zudem stellt Einwallner bei einer systematischen Förderung von Schiefergas die Frage nach dem Ursprung der Millionen Liter an Wasser, die dafür eingesetzt werden müssten: „Eine Senkung des Grundwasserspiegels und des Spiegels des Bodensees wären wohl sehr wahrscheinlich. Auch hier haben wir es mit Phänomenen zu tun, deren Auswirkungen sich nicht berechnen lassen.“
Landesregierung soll aktiv werden Der Sozialdemokrat begrüßt die Initiative der SPD-Abgeordneten zum Landtag Baden-Württembergs, Rosa Grünstein, die Fracking in Deutschland generell verbieten möchte. Dazu Einwallner: „Wir unterstützen dieses Ziel und werden auch in Vorarlberg und Österreich für ein Verbot dieser Fördermethode eintreten.“ Er legt Wert auf die Feststellung, dass der Energiehunger unserer Zeit nicht zulasten zukünftiger Generationen gehen dürfe.
„Nur erneuerbare Energie ist zukunftsfähig. Wir rufen die Vorarlberger Landesregierung dazu auf, Gespräche mit der Landesregierung Baden-Württembergs zu suchen und auf eine Verhinderung der Schiefergasförderung im Bodenseeraum hinzuwirken“, so Einwallner.
 


http://vorarlberg.spoe.at/home/detail/article/fracking-im-bodenseeraum-eine-gefahr-fuer-vorarlberg/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=11&cHash=c61639aeb4 Mehr...lesen

NÖN: Gegner fordern sofortigen Stopp

Gegner fordern BohrstoppNon Mistelbach 06-2012 s21 Mehr...lesen

Deutschlandradio Kultur: Gas kann man nicht essen


 
Australiens Farmer gegen die Energieindustrie
Von Andreas Stummer
Die größten, bisher nicht ausgebeuteten Grubengasvorkommen liegen unter Australiens fruchtbarstem Land. Die Farmer fürchten, dass das das Grundwasser verseucht, ein riesiges, unterirdisches Becken, das seit jeher ihren Boden fruchtbar gemacht hat. Die Folgen: Blockaden und Demonstrationen.
Unterwegs auf "Sky Downs", einer Obstplantage in der Darling-Ebene, etwa vier Autostunden westlich von Brisbane. Farmer Bill Crews zeigt seinen Nachbarn die neueste Sehenswürdigkeit auf seinem Land. Nicht die moderne Erntemaschine oder das solarbetriebene Kühlhaus. Es ist ein Gasbrunnen, ein etwa fünf Meter hoher Förderturm mit einem tennisplatzgroßen Betonfundament, ein Gewirr aus Pipelines, Tanks und ein Rohr, über dem unablässig eine Gasflamme flackert. Es werden Fotos gemacht und Videos gedreht. Hier, im Hinterland Nordost-Australiens, wächst alles, was man anbauen kann. Früchte, Gemüse, Reis, Baumwolle und Getreide. Doch das Wertvollste, das seit paar Jahren überall aus dem Boden schießt, sind Gasbrunnen. Gelber Schutzhelm auf dem Kopf, teuerer Maßanzug, der Metallic-Mercedes parkt hinterm Traktorschuppen. Etwas abseits der Gruppe steht der Mann, dem der Gasbrunnen gehört. Paul Zealand ist Manager beim Energieriesen Origin. Oder wie die Farmer das Unternehmen nennen: Staatsfeind Nummer eins. Denn Origin und andere können nach soviel Gas bohren wie sie wollen - ohne die Farmer um Erlaubnis fragen zu müssen. Regierungsgenehmigung genügt. Für Paul Zealand ist der Gasbrunnen auf Bill Crews' Farm Bohrloch Nummer 473. "Diese Gasbrunnen bedeuten einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung für die Staatsregierung, für Gemeinden auf dem Land und für Gaskonzerne. Die Flözgas-Industrie ist modern, sauber und jung. Vor zehn Jahren gab es uns noch gar nicht." Flözgas ist Australiens neues Gold. Die weiten Ebenen Queenslands westlich von Brisbane sind voll davon. Australische und internationale Energieriesen sind im Gas-Rausch. Noch vor zehn Jahren galt Flözgas als lästiges Beiprodukt beim Kohleabbau, heute deckt es in Queensland 30 Prozent des Bedarfs an Elektrizität und 70 Prozent des Gasverbrauchs. Die Flözgas-Industrie ist immer und überall - sogar im Fernsehen. Teuere TV-Spots sollen das Image aufpolieren, es gibt Geld für lokale Sportvereine, Schulen und Kulturfestivals: Die Flözgas-Unternehmen kaufen sich positive PR. Denn das, was sie wollen, wird nicht im menschenleeren Outback oder auf hoher See gefördert - sondern unter schwarzer Erde. Auf Land, das so fruchtbar ist, dass selbst während Australiens Jahrhundertdürre darauf geerntet wurde. Als, woanders im Staat, ganze Landstriche zu Staub zerfielen. Einer der Farmer hat eine abgegriffene Landkarte der Darling-Ebene ausgebreitet. Das zerknitterte Stück Papier sieht aus als hätte es die Windpocken. Überall sind rote Punkte. Jeder Punkt steht für ein Gas-Bohrloch auf privatem Farmland. 4.000 sind es allein in der Darling-Ebene. In zehn Jahren, warnt Umweltschützer Drew Hutton, sollen es 40.000 sein. "Die ganze Gegend sieht aus wie ein Nadelkissen: Überall Fördertürme, Pipelines, Zugangs- und Verbindungsstraßen, gewaltige Wasserauffangbecken - das volle Programm. Der gesamte Westen Queenslands wird ein Industriegebiet." 1850 war Australien im Goldrausch, damals kamen die Schürfer auf Pferden angeritten, die modernen Gassucher fahren im Allrad-Jeep vor. Und keine Farm in Queensland ist vor ihnen sicher. Ian Hayllor gehört zwar ein 3000 Hektar großes Stück Land in der Darling-Ebene, aber ihm gehört nicht das Gas, das darunter liegt. Das gehört Queenslands Staatsregierung. Sie vergibt die Schürfrechte - gegen saftige Lizenzgebühren - an einen Gaskonzern. Und der kann nach Belieben graben, Gas fördern und Straßen bauen - ob es dem Farmer gefällt oder nicht. Ian Hayllor lässt nachts seinen Hund von der Kette. Wer weiß, ob sich nicht wieder das Gas-Gesindel draußen auf den Feldern herumtreibt ? "Auf einem Teil meines Grundstück ist eine Kohlemine geplant und an anderen Stellen soll nach Gas gebohrt werden. Ich warte jeden Tag darauf, dass die Bagger anrollen. Ich war begeisterter Farmer, aber in den letzten 18 Monaten bin ich zum hauptberuflichen Anti-Gas-Aktivisten geworden." Ian Hayllor ist Brite, aus Kent. 1980 machte er Ferien in Australien. Queenslands Sonne, der blaue Himmel und der schier endlose Horizont gefielen ihm so gut, dass er blieb. Hayllor kaufte eine Farm und begann Baumwolle und Weizen anzubauen. Doch damals hatte er keine Ahnung, dass unter seinen Feldern riesige Flözgasvorkommen liegen. Jetzt fühlt er sich auf seinem eigenen Grundstück wie zur Untermiete. "Ich will keine Gasförderung auf meinem Land. Dazu kommt: Eines der Bohrlöcher wäre direkt neben der Einfahrt hoch zu meinem Haus. Mich stört, dass die Politiker nur davon sprechen wie viele Milliarden an Lizenzgebühren das Gas bringt. Aber niemand erwähnt je die Auswirkungen für die Umwelt." Sonntagsdemo in Dalby, einem 9000 Einwohner-Ort etwa 200 Kilometer westlich von Brisbane. Jedes Wochenende gehen die Farmer auf die Straße: Gegen den Gasrausch auf ihrem Land und für den Schutz der Aquifere. Ein gewaltiges System unterirdischer Sandsteinbecken, gefüllt mit Abermillionen Kubikmetern Wasser. Ein Reservoir, das Landwirtschaft im Westen Queenslands erst möglich macht. Jedes Mal wenn ein neues Gas-Bohrloch entsteht wird dieses riesige Grundwasserbecken - unfreiwillig - angezapft. D-Day auf der Farm von Andrew Pureshouse. Nur ein paar Meter neben seinem Geräteschuppen wird der erste Gasbrunnen auf seinem Land gebohrt. Bis in 600 Meter Tiefe. Dann beginnt ein Verfahren, das "Fracking" genannt wird. Dabei wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien mit Hochdruck in eine Gas führende Kohleschicht gepresst, bis sie aufbricht. Ein Mini-Erdbeben unter Tage. Das Gas wird freigesetzt und strömt mit Unmengen Wasser nach oben. Doch was tief unten passiert, das weiß niemand. Farmer Andrew Pureshouse rechnet mit dem Schlimmsten. Das Wasser der Aquifere könnte versickern oder durch einen toxischen Chemikalien-Cocktail für immer vergiftet werden. "Die unterirdischen Grundwasserbecken dürfen nicht gestört werden. Denn ist dieses Wasser erst einmal verseucht, dann ist es für immer unbrauchbar. Das wäre das Ende der Landwirtschaft in dieser Gegend. Ich möchte, dass zukünftige Generationen wissen, dass wir Farmer uns gewehrt haben und versucht haben diesen Irrsinn aufzuhalten." Bürgerversammlung in Dalby. Einziger Tagesordnungspunkt ist - wie so oft: "Flözgas". Doch diesmal ist hoher Besuch da: Vier Senatoren aus Canberra. Im großen Saal des Gemeindezentrums gibt es nicht einmal mehr Stehplätze. Vor der Tür parken Lastwagen, Traktoren und Pick-ups, drinnen hängen Plakate mit Slogans wie "Flözgas - nein danke" oder "Hände weg von meinem Land." Insgesamt 42 Farmer stehen auf der Rednerliste. Einer nach dem anderen setzt sich den Senatoren gegenüber. Einige tragen einen Stapel dicke Aktenordner unterm Arm, Ian Hayllor trägt sein Herz auf der Zunge. "Ich habe große Bedenken, dass für die Regierung Lizenzeinnahmen und Arbeitsplätze wichtiger sind als eine gesicherte Wasserversorgung. Die Flözgas-Industrie kann machen was sie will. Überall entstehen mehr und mehr Gasfelder und wir Farmer fühlen uns nicht gerade wohl, mittendrin zu sitzen." Ian Hayllor spricht für alle, die auf das Grundwasser der unterirdischen Aquifere angewiesen sind, um ihre Felder zu bewässern oder Schafe und Rinder zu tränken. Ruth Armstrong denkt einen Schritt weiter. In lehmverschmierten Arbeitshosen und Gummistiefeln setzt sich die resolute Mittdreißigerin hinters Mikrophon und stellt die Frage, die jeden im Saal beschäftigt aber die niemand stellen will: Was ist wenn bei der Gasförderung etwas schiefgeht ? Nach dem Gesetz ist ein Gaskonzern dazu verpflichtet jeden verursachten Schaden wieder zu reparieren. "Es ist nur zu dumm", erinnert Ruth Armstrong, "dass die Natur kein Auto ist." "Die sogenannte 'Wiedergutmachung' verlangt, dass Gasunternehmen beschädigte Bohrlöcher vertiefen, ein neues Loch bohren, Wasser von woanders heranschaffen oder Entschädigung bezahlen. Mein Problem aber ist: Die Flözgas-Industrie wird hier nur bis ins Jahr 2045 fördern. Wo soll danach mein "Wiedergutmachungswasser" herkommen ?" Die Armstrongs haben zehn lange, harte Jahre hinter sich. Magere Jahre. Ohne Regen und praktisch ohne Einkommen. Australiens Jahrhundertdürre hat auf ihrer Schaffarm ganze Arbeit geleistet. Ruth Armstrong verlor fast ihre gesamte Herde, sie musste notschlachten. Am Ende waren nur noch ihre Zuchttiere übrig, aber sie konnte die Farm retten. Als es wieder zu regnen begann, dachte Ruth sie hätte ihre Schafe im Trockenen - dann bekam sie Besuch von einem Mann, den sie nicht kannte, mit der Bohrlizenz eines Gaskonzerns, von dem sie noch nie gehört hatte. Seitdem kann sie nachts nicht mehr schlafen. "Ich habe kleine Kinder, mein Sohn ist vier. Wenn er später auch Farmer sein will, dann ist er 2045 gerade einmal 38 Jahre alt. Was soll er anbauen, wenn bis dahin der ganzen Gegend das Grundwasser abgezapft worden ist ? Die größte Menge Wasser, die je irgendwo auf der Welt aus dem Boden entnommen wurde." In vielen Teilen Queenslands ist Wasser ein Luxus. So kostbar, dass die Farmer dafür bezahlen müssen, wie viel Wasser sie aus Flüssen ableiten oder aus Bohrlöchern an die Oberfläche und auf ihre Felder pumpen. Doch die Unternehmen, die Flözgas fördern, kosten die Unmengen von Grundwasser, die dabei mit nach oben kommen, keinen Cent. Für Peter Shannon ist das ein Skandal. Shannon, 51, ist kein Farmer - er ist ihr Anwalt. Ein kleiner, gedrungener Mann mit Hornbrille und einem unerschütterlichen Sinn für Gerechtigkeit. Statt wie früher Schadensersatzansprüche bearbeitet er heute die Regierung mit Eingaben, die boomende Flözgas-Industrie strenger zu regulieren. Shell, PetroChina, British Gas oder Petronas - Queenslands Farmer fürchten nicht nur um ihre Existenz oder für die Umwelt. Anwalt Peter Shannon erlebt immer wieder, dass seine Klienten vor allem Angst davor haben "als David gegen Goliath anzutreten." "Einfache Farmer sollen mit internationalen Rohstoffriesen verhandeln - ohne irgendwelche Rechte zu haben. Denn auch wenn ein Farmer 'nein' sagt können die Gasunternehmen nach 50 Tagen einfach anfangen zu bohren. Es gibt viele Landbesitzer, die schon älter sind oder die Folgen nicht verstehen. Andere sind zu leichtgläubig oder trauen sich nicht zu widersprechen. Und das nutzen diese Großkonzerne schamlos aus." Peter Shannon kennt jeden Trick der Gasunternehmer. Die leeren Versprechungen und die vollen Bargeldkoffer, wie ein Farmer gegen den anderen ausgespielt wird und wenn das alles nichts hilft: die Drohungen. Der Großteil der Grundstücksbesitzer werden am Ende mit rund 1200 Euro pro Gas-Bohrloch im Jahr abgespeist. "Ein Spottpreis", glaubt Anwalt Shannon. Denn die meisten Förderstellen wären das Zehnfache wert. "Wer noch nie mit der Bergbau- oder der Gasindustrie zu tun hatte, der lebt in La-La-Land, wenn er glaubt, dass sein Grundstück auch wirklich nur ihm gehört. Für viele Farmer ist das ein Schock. Alles, was sie über Generationen aufgebaut haben, ihre Lebensart, ihre Zukunft und die ihrer Kinder stehen auf dem Spiel." Doch was für viele Farmer das Ende eines Lebenstraums bedeutet ist für Kleinstädte in Queenslands Hinterland ein Neuanfang. Straßen, Schulen, ganze Vororte werden gebaut. Denn da, wo Gas ist, da ist auch Geld. Ein Haufen Geld. Viehauktion in Roma, 6.000 Einwohner, in Queenslands Darling-Ebene. Überall Rinderzüchter in suppenschüsselgroßen Hüten mit dicken Geländewagen und noch dickeren Scheckbüchern. Ein Kopfnicken genügt und tausende Tiere wechseln für hunderttausende Dollar den Besitzer. Während der letzten, großen Dürre war der Viehmarkt geschlossen. Der Schlachthof machte dicht, dann zwei Kohleminen - am Ende fast die halbe Stadt. Jetzt aber sorgt der Gas-Boom für Vollbeschäftigung - bis zu 20.000 neue Bohrstellen sollen in der Gegend entstehen, von einem Gasstromkraftwerk ist die Rede. Doch die Farmer in der Darling-Ebene fühlen sich verkauft. Der Gasrausch in Queensland hat Ackerland in Schlachtfelder verwandelt. Farmer gegen Big Business und Farmer gegen Farmer. Die einen haben der Gasindustrie den Krieg erklärt, die anderen haben bereitwillig kapituliert. So wie Rinderzüchter Chris Howarth. Er hatte Schulden und neben der Farmarbeit auch noch einen Job in der Stadt. Dann bekam er ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte. Unter seinem Land ist soviel Flözgas, dass ihm ein chinesischer Energiekonzern seine ganze Farm abkaufte. Für mehr als doppelt so viel Geld, als sich das Chris jemals hätte träumen lassen. Seitdem beschimpfen sie ihn in der Gegend als Verräter. "Ich habe eine junge Familie und ich möchte im Leben etwas erreichen - da fiel mir die Entscheidung nicht schwer. Es ist mir egal, was die anderen von mir denken. Ich kann jedenfalls mit meiner Entscheidung leben und habe keine Probleme, nachts gut zu schlafen." Feierabend auf "Yarra Station", der Farm von Michael Clift. Jeden Tag wenn es dunkel wird, verriegelt er das Tor, parkt seinen Traktor quer über die Einfahrt und kettet beide Stoßstangen am Zaun fest. Danach hängt der Farmer noch ein Stück Pappkarton über's Steuerrad auf dem steht: "Für Gasplünderer: Betreten verboten." Seine Familie baut seit mehr als 200 Jahren Obst und Gemüse in der Darling-Ebene an. "Nur über meine Leiche", verspricht Michael Clift, "bevor auch nur ein Gas-Bohrloch auf meiner Farm gegraben wird müssen sie mich schon vorher einbuddeln." "Ich gehe nicht einfach weg. Erstklassiges Land wie dieses gibt es nirgendwo anders. Ich bin mit Leib und Seele Farmer - und ich bleibe." Michael Clift ist einer von 2000 Farmern der Gegend, die sich zur Wehr setzen. Mit Blockaden ihrer Grundstücke, mit Protestmärschen, mit passivem Widerstand. Ihre Bewegung nennt sich "Lock the Gate" - "Verriegelt das Farmtor." Die Farmer fordern mehr Respekt und vor allem das Recht, "Nein" zu sagen zur Gasförderung auf ihrem Land. Linke Umweltaktivisten und erzkonservative Farmer mit politischen Ansichten weiter rechts als Dschinghis Khan: "Lock the Gate" bringt zusammen, was eigentlich nicht zusammengehört. Die "Gas - Nein danke"-Kampagne der Farmer in West-Queensland zeigt erste Wirkung in Canberra. Die Grünen sehen rot und auch die Nationals sind hell-hörig geworden - die Partei, die sich als die Stimme der australischen Landbevölkerung versteht. Nationals-Senator Barnaby Joyce will die Genehmigung für tausende neue Gasprojekte aussetzen lassen, bevor nicht mögliche Umweltschäden und die Folgen für die unterirdischen Grundwasserreservoirs unabhängig untersucht worden sind. Für Joyce ist es persönlich. Er selbst besitzt eine Farm und ein Energiekonzern will dort nach Gas bohren. "Unser fruchtbarstes Ackerland gehört zum Wertvollsten, das unsere Nation besitzt. Wir könnten ein zweites Opernhaus, wie das in Sydney, bauen. Aber unser bestes Farmland ist nicht zu ersetzen. Dieses Land ernährt uns und es ist enorm wichtig unsere Lebensmittelversorgung zu sichern." 90 Prozent allen fruchtbaren Ackerlands westlich und südwestlich von Brisbane wurden in den letzten Jahren zur Gasförderung freigegeben. Die Flözgas-Industrie ist ein 100 Milliarden Euro-Geschäft. Sie bedeutet aber auch den Anfang vom Ende für weitläufige Obst- oder Gemüseplantagen, Reis-, Mais- und Getreidefelder auf einer Fläche so groß wie Bayern und Nordrhein-Westfalen zusammen. Umweltschützer fragen sich: Ist Australien künftig nur noch die Fördergrube für den weltweiten Rohstoffhunger oder sollte der Appetit auf selbstangebaute Lebensmittel nicht größer sein? Denn Gas kann man nun mal nicht essen.



http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/weltzeit/1671468/

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meinBezirk.at: OMV-Chef trank "Bohr-Saft"

meinbezirk.at: OMV-Chef trank „Bohr-Saft“


 

http://regionaut.meinbezirk.at/mistelbach/magazin/omv-chef-trank-qbohr-saftq-d133234.html

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derStandard.at: Grüne geben gegen "Fracking" Gas

derstandard.at: Grüne geben gegen "Fracking" Gas von ROMAN DAVID-FREIHSL

 
Wien - "Das Gas soll im Gestein bleiben", hatte Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) im Standard gefordert: "Ich bin absolut gegen die Förderung von Schiefergas." Allein: "Das Umweltministerium ist nicht die entscheidende Behörde", kritisierte die grüne Energiesprecherin Christiane Brunner am Donnerstag. "Die Probebohrungen im Weinviertel müssen nur nach dem Mineralrohstoffgesetz genehmigt werden und sind nicht UVP-pflichtig." Sprich: Die bei Poysdorf und Herrnbaumgarten geplanten Probebohrungen könnten ohne Umweltverträglichkeitsprüfung von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) beschlossen werden, der sich bereits positiv dazu geäußert hat
Die Grünen-Energiesprecherin hält dem nun entgegen, dass Österreich ohnehin "Schlusslicht bei den Kiotozielen" sei und durch die Förderung und Verbrennung von Schiefergas in Österreich pro Jahr weitere "15 bis 20 Millionen Tonnen CO2 dazukommen würden. Das wäre etwa noch einmal so viel, wie Österreich schon jetzt vom Kiotoziel entfernt ist."
Auch stehe in der von Berlakovich und Mitterlehner erarbeiteten Energiestrategie für Österreich "kein Wort von Schiefergas drinnen", betont Brunner. Sie befürchtet daher, dass das Schiefergas nicht, wie von der
OMV propagiert, als "Brückenenergie" bis zum Ausbau des erneuerbaren Energiesystems diene - sondern die Energiewende verzögere.
"Triple-E"
Berlakovich begründete seine ablehnende Haltung auch mit dem Hinweis, dass Österreich auf ein "Triple-E" setzen müsse: Erneuerbare, Effizienz und Energiesparen - und verwies auf die negativen Erfahrungen in den USA mit der "Fracking"-Technologie. Bei diesem "Hydraulic Fractioning" wird Wasser mit einem Sand- und Chemiegemisch in rund 5000 bis 7000 Meter Tiefe gepresst, wodurch die Gesteinsschicht aufgesprengt und Gas freigesetzt wird. Probleme verursachen dabei etwa der Chemie-Cocktail, der wieder an die Erdoberfläche kommt, austretendes Schiefergas, aber auch Methan.
Die OMV verspricht nun für die Förderung in Österreich eine neue Fracking-Methode, die ohne chemische Zusätze auskomme. Erst diesen Dienstag hatte der Vorstandsvorsitzende von ExxonMobil Central Europe, Gernot Kalkoffen, in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung erklärt, er erwarte, dass in zwei Jahren eine neue Fracking-Methode ohne Einsatz von Giftstoffen möglich sein könne.
Für Christiane Brunner bleibt es "ein Wahnsinn, dass ein derart riesiges Projekt, das nicht nur die Energie- und Klimasituation Österreichs, sondern auch die Umweltsituation im nördlichen Weinviertel massiv verändern wird, ohne eine einzige Parteienstellung der Anrainer durchgeführt werden kann. Wenn der Umweltminister etwas gegen das Fracking tun will, dann sollte er sich dafür einsetzen, dass das UVP-Gesetz entsprechend geändert wird." (Roman David-Freihsl, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 3.2.2012)
 



http://derstandard.at/1328162405866/Schiefergas-Gruene-geben-gegen-Fracking-Gas

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